Medienpädagogik im Filmhaus Bielefeld
Produktive Medienarbeit
Mit uns ist vieles möglich: Workshops für Kinder und Jugendliche - auf die jeweilige Zielgruppe genau abgestimmt - werden den unterschiedlichsten Interessen und Gestaltungswünschen gerecht. Es gibt viel zu entdecken und auszuprobieren:
Filmtricks und Trickfilme, Spielfilm, Soap, Musikvideo und Reportage. Die Bandbreite reicht vom Interview mit der Politikerin über geschlechtsspezifische Angebote bis zur Kurzfilmproduktion. Jedes Jahr veranstalten wir BINGO, ein Projekt zur Berufsfindung von Jugendlichen.
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Und natürlich machen wir auch alle, die diese Chance nutzen wollen, fit für den
Kanal 21 Bürgerfernsehen für Bielefeld. Denn da machen die Bürger das Programm!
Medienkompetenz für MultiplikatorInnen
Wir machen Angebote für LehrerInnen, ErzieherInnen, PädagogInnen in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit und für Eltern.
Dazu gehören medienpädagogische Beratung, praktische Einführungen in die Videotechnik, Unterstützung bei der Durchführung von Projekten und Ideenpool. Ein regelmäßiges Forum zum fachspezifischen Erfahrungsaustausch. Weitere Kooperationspartner sind herzlich willkommen.
Projekt 2010: Ohne Worte - Auf den Spuren Murnaus
Die ersten zwei Filme unseres Kinder- und Jugend- Stummfilmprojektes sind abgedreht! 18 SchülerInnen aus der 6. Jahrgangsstufe des Bodelschwingh- Gymnasiums filmten Geschichten, die ohne Worte auskamen.
Dafür gab es – wenigstens in einem Fall – sparsame Texttafeln, die die Dialoge für die Zuschauer skizzierten. Das Familiendrama „Mörder, Mütter, Mordermittler“ erzählt im klassischen, schwarz/weißen Stummfilmbildern von der Zerstörung einer Familie aufgrund von Eifersucht und Missverständnissen.
Der Farbfilm „Für Rache ist es nie zu spät“ verzichtete sogar ganz auf Texttafeln. Die Geschichte, die von einem kaltblütigen Giftmord und dessen später Vergeltung handelt, erzählt sich ausschließlich über Mimik und Gestik der jungen Schauspieler.
Bei der Schul- Präsentation der Filme am Freitag, den 19. 03. war es bei jeder der 5 Vorstellungen rappelvoll und die jungen Filmemacher heimsten jede Menge Applaus und Lob ein.
Der dritte Film der Reihe wird voraussichtlich in den Sommerferien mit einer Gruppe Jugendlicher in der Weberei/ Bauteil 5 in Gütersloh realisiert.
Projekt 2009: Hollywood goes OWL...
… das war der Titel eine Projektreihe, die das Filmhaus im Rahmen des Landesprogramms „Talenten ein Zuhause geben“ zusammen mit dem Jugendtreff „4you“ und der Gesamtschule Rosenhöhe durchführte.
Hollywood nach OWL zu holen war das erklärte Ziel der jungen Filmerinnen und Filmer. Und so sah das aus: Die Jugendlichen wählten im Vorfeld des Projektes einen ihrer Lieblings- Hollywoodfilme aus und drehten auf dieser Grundlage ihre eigenen Filme.
Veränderungen der Geschichten oder Charaktere waren dabei ausdrücklich erlaubt. Die gewählten Filme galten als Ausgangsmaterial, das nach eigenen Vorstellungen und Fantasien geformt werden konnte.
Natürlich gab es auch kein Millionen- Budget, und so mussten die Gruppen mit dem arbeiten, was sich so in der Schule und zu Hause fand: Salatschüsseln fungierten als Helme, aus Papp- Fernsehern krochen unheimliche Wesen, Mikrohalter wurden zu Strahlenpistolen umfunktioniert, u.s.w.
Im 4You tummelten sich Luke Skywalker, Yoda und Co rund um den Todesstern und versuchten, der dunklen Seite der Macht zu widerstehen. Star Wars Episode 5,473 zeigt, wie es zugeht, wenn das Imperium im Jugendtreff zurückschlägt.
Für die „8 Mile“ – Verfilmung in der Gesamtschule Rosenhöhe wurden erstmal lebensgroße Pappfiguren gebastelt, um beim Battle-Rap ein volles Haus vorzutäuschen, während die Schauspieler unermüdlich übten, um Lippensynchron playback zu rappen.
„Scary Movie“ wurde gleich von zwei Gruppen als Lieblingsfilm gewählt („Da kann man alles machen!“). Figuren aus „The Ring“, „Scream“ und andere Monster mordeten und metzelten und vergossen dabei literweise selbstgebrautes Blut.
Behindert wurden die Dreharbeiten besonders der „Scary Movie“- Filme durch den frühen Wintereinfall, der am ersten Drehtag mit ordentlichen Schneeschauern einzog. Also wurden Picknicks (teilweise in T-Shirts) im Schneegestöber abgehalten, Verfolgungsjagden gingen etwas langsamer vonstatten und Ausrutscher wurde als Slapstickeinlagen gleich mit in den Film eingebaut.
Alle Filme wurden am 15. 01. 2010 im Lichtwerkkino auf der großen Leinwand gezeigt. Eltern, LehrerInnen, Geschwister, und FreundInnen waren gekommen, um der Premiere von „Versus“, „8 Miles oder 9,73 km“, „Star Wars Episode 5,43“ und „Freaky shit“ beizuwohnen. Großer Applaus, Gelächter und übermütige Zwischenrufe begleiteten die Vorführung. Natürlich wurden die jungen FilmemacherInnen auch auf die Bühne gebeten und konnten dort im Interview noch einiges zu ihren Projekten erzählen.
Die sehr gelungenen Werke beweisen: Mit Fantasie und Kreativität können auch ohne viel Geld wirklich tolle, spannende und höchst unterhaltsame Filme entstehen!
Projekt 2008: Sozialhelfer TV
Ein eher ungewöhnliches Moderatorenpaar führt durch den Film „Sozialhelfer TV – Helfen und Co“, den 22 SchülerInnen des Anna-Siemsen-Berufskollegs zusammen mit Eva Kukuk, Mitarbeiterin des Filmhaus Bielefeld, im Juni realisierten. Die SchülerInnen stellen in dem ca. 20 minütigen Film den Bildungsgang „Sozialhelfer“ vor und erkunden mögliche Praktikums- und Berufsfelder.
Projekt 2009: Kultur und Schule
Am 13. Mai fand die Premiere des Kurzspielfilms „Every day – all day“ im Filmhauskino statt. Der Film ist das Produkt eines Workshops, der im Rahmen des Landesprogramms „Kultur und Schule“ von Eva Kukuk und Daniel Manns durchgeführt wurde.
Das Filmkultur-Projekt mit dem Titel „Wie geht Film?“ fand im Zeitraum vom 16. 03. 09 bis zum 03. 04. 09 in der Praktikumsphase des Bodelschwingh Gymnasiums statt. Teilnehmer waren 16 SchülerInnen des Deutsch-Leistungskurses der Klasse 12.
Die erste Woche startete mit einem Filmanalyse-Seminar, in dem an Filmbeispielen die Wirkung von Bildgestaltung, Licht, Schnitt, Musik…veranschaulicht wurde. Danach wurden Ideen für einen eigenen Kurzspielfilm gesammelt und in den folgenden Tagen gemeinsam ein Drehbuch entwickelt.
Am 20. 04. fand ein Schauspiel-Workshop mit Filmhausmitglied Reiner Barsch statt, um die SchülerInnen auf ihre Rollen vorzubereiten.
Gedreht wurde in der darauf folgenden Woche in einer kleinen Wohnung, einem falschen Taxi, unter den aufmerksamen Augen des Wachpersonals in einer Marktkauf- Filiale und bei teilweise unwirtlichem Wetter in der freien Natur. Die Drehtage waren lang (bis zu 10 Stunden am Tag), was dem Spaß und der Konzentration aber keinen Abbruch tat. Während des gesamten Zeitraums war eine zweite Kamera dabei, mit der Interviews und Making-Of Bilder gedreht wurden.
Der Film und ein „Behind the scenes“ wurde nach einer Einführung in das Schnitt-Programm Adobe Premiere C3 von den SchülerInnen des Deutsch- LK selbständig geschnitten.
Die Premiere im vollbesetzten Filmhaus-Kino war ein voller Erfolg. Die lokale Presse
schrieb: „Die manchmal bizarre Geschichte eines Filialleiters, der sich zunehmend – in Konfrontation mit anderen Existenzen – Gedanken über den Sinn des Lebens macht, fällt durch Wortwitz, Situationskomik und durchdachtes Filmset ins Auge.“
BINGO – Berufsfindung durch filmische Erkundung
BINGO ist ein Filmprojekt zur Berufsfindung, welches das Filmhaus seit Jahren in Kooperation mit Bielefelder Betrieben durchführt. BINGO steht als Kürzel für „Berufsoffensive für Ingenieurinnen und Ingenieure in Ostwestfalen-Lippe“.
Vor dem Hintergrund, dass die Maschinenbaubranche in OWL mit 274 Unternehmen und knapp 42000 Beschäftigten eine Schlüsselposition für den Wohlstand und die Beschäftigung in der Region einnimmt, hat es sich BINGO zum Ziel gemacht, die Popularität dieser Branche zu steigern und Jugendliche auf die beruflichen Chancen und Karrieremöglichkeiten in diesem Bereich aufmerksam zu machen.
Dieses Ziel soll durch verschiedene Aktivitäten erreicht werden. Eines davon sind die BINGO- Filme. Jedes Jahr entstehen in der Kooperation von Unternehmen, Schulen und Filmhaus ca. sechs Reportagen, in denen die Schüler die beruflichen Möglichkeiten des Ingenieurberufs und das berufliche Umfeld in den Betrieben erkunden.
Für BINGO hat das Filmhaus Bielefeld ein eigenständiges medienpädagogisches Konzept entwickelt. Filmhaus-Teamer bereiten die Schülerinnen und Schüler in Workshops auf den Dreh vor und vermitteln ihnen das notwendige Grundlagenwissen zur Erstellung der Filme. Bei der Realisierung werden die jeweiligen Schülergruppen ebenfalls von Teamern begleitet und beraten. Auch in der Postproduktion werden den Schülern Hilfestellungen angeboten.
Die Reportagen stehen den Schulen und Betrieben als Info-Material in Form von DVDs zur Verfügung.
Mehr Informationen zu BINGO
www.bingo-owl.de
Weitere Aktivitäten:













