Kurzfilmwettbewerb Glück 1992 vor dem Lichtwerk

Der dritte Kurzfilmwettbewerb fand unter dem Thema „Glück“ statt. Erstmalig wurde als Hauptpreis die Trophäe „Der kleine Plumpe“ verliehen.

Die schwere Skulptur wurde von der Bildhauerin Nina Koch gestaltet und zeigt einen Mensch mit Kamera, der einen Totenschädel anvisiert. Der Name des Wanderpreises erinnert an den berühmten Stummfilmregisseur Friedrich Wilhelm Murnau, der seine ersten Lebensjahre unter dem Namen Friedrich Wilhelm Plumpe in Bielefeld verbrachte. In der Jury saßen diesmal Kirsten Ellerbrake (Filmbüro NW), Peter Körte (Filmjournalist) und Werner Zeppenfeld (WDR Bielefeld).

Moderator Ronald Herzog mit der Siegertrophäe

Und darum geht’s: Moderator Ronald Herzog mit der Siegertrophäe


Monika Lindhorst 1992

Monika Lindhorst sammelt für den Publikumspreis


Bilderbeben Preisverleihung Glück 1992 mit Peter Körte, Kirsten Ellerbrake und Preisträger Jörg Reddemann

Bilderbeben Preisverleihung Glück 1992 mit Peter Körte, Kirsten Ellerbrake, Preisträger Jörg Reddemann, Regina Latyschew


Bilderbeben mit Reddemann und Stöve 1992

Bilderbeben mit Jörg Reddemann und Hennink Stöve 1992


Bilderbeben Publikum im Lichtwerk

Bilderbeben Publikum im Lichtwerk


Bildhauerin Nina Koch und WDR-Studioleiter Werner Zeppenfeld

Bildhauerin Nina Koch und WDR-Studioleiter Werner Zeppenfeld

Bei hochsommerlichen Temperaturen schwitzte sich das Publikum durch ein spannenden Programm und erlebte bei der Siegerehrung den Besuch eines Pferdes im Kino. Der Sonderpreis in Form eines Möhrenbuketts ging an den Apfelschimmel Willi, den Hauptdarsteller eines Super-8-Films. In der Ausschreibung hieß es dazu: „Das Glück dieser Erde, liegt auf dem Rücken der Pferde… So klang es in einem deutschen Schlager der 60er Jahre. Ob damit das Glücksgefühl des reiters oder der richtige Tip im Wettbüro gemeint ist, bleibt unklar. Sicher ist dagegen, daß der Traum von Glück und Glückseeligkeit fast so alt ist wie die Menschheit.“

Ein Darstellerpreis für den Apfelschimmel

Siegerehrung für den Apfelschimmel (Darstellerpreis)

Gewinner:

1.Platz: „Anna und Archy“
(Jörg Reddemann)

2.Platz: „Das Auswandererglück“
(Klaus Thomys)

2.Platz: „Willi“
(Friedhelm Sonderhoff)

3.Platz: „15mal Ulrike Jokiel“
(HL-TV III)

Das dritte Film&MusikFest der F.W. Murnau-Gesellschaft trumpfte bereits mit sechs Stummfilmen auf. Bei diesem Fest tauchte der Regisseur gleich mit drei Filmen auf: „Die Bergkatze“, „Die Auisternprinzessin“ und „Die Puppe“. Von Murnau wurde die Komödie „Die Finanzen des Großherzogs“ gespielt. Chaplin war mit „Auf der Rollschuhbahn“ vertreten und dann gab es noch den Klassiker „Das Cabinet des Dr. Caligari“.

Bei einigen wenigen Anlässen haben wir die Gelegenheit genutzt und unser Kinopublikum portraitiert. Hier sind historische Lichtwerk-Aufnahmen aus dem Jahr 1992 beim Kurzfilm-Wettbewerb „Glück“ zu sehen.

Es war eng und eine Lüftungsanlage gab es noch nicht…

Kinopublikum im Lichtwerk 1992

Kinopublikum im Lichtwerk 1992 mit Javiera Palomino (Kinderfilmfest-Team, vorne links)


Kinopublikum im Lichtwerk 1992

Kinopublikum im Lichtwerk 1992 mit Pip Cozens und Andrea Heisenberg (Artists Unlimited, vorne rechts)

„Besonders wertvoll!“ Das Filmhaus feierte 1992 sein 10jähriges mit einigen Highlights. Unter dem Motto  „Besonders wertvoll!“ gab es einen Festakt mit geladenen Gästen, die Ausstellung „Das Filmhaus und ich“, ein Medienfrühstück, ein Open House, die Filmschau „Jugendsünden – Meisterstücke“ und die Filmhaus-Sommerparty.

Die Filmschau „Jugendsünden – Meisterstücke“ präsentierte Produktionen von Filmhaus-Mitgliedern aus den letzten zehn Jahren. Ein Abend von und mit Gunda Urban, Richard Lutterbeck, Jürgen Heckmanns, Werner Ahringhoff, Tomi Fechner, Barbara Witych, Maija-Lene  Rettig, Hennink Stöve, Henning Poltrock, Renate Plachta, Holger Neu, Inga Schön, „Alte Kinder“, Barbara Lipinska, „Lichtklang“, Andreas Liebold u.a.

Beim Festakt am 1.8.1992 im Kinofoyer am hielt Uli Kahmann eine Laudatio auf die Filmkunst in Form eines Gedichtes, Kulturamtsleiter Horst Adam bekundete seinen Stolz über das Gedeihen der von seinem Amt geförderten Pflanze und Daniel Bérenger würdigte als Präsident der Künstlergruppe „Artists Unlimited“ das fruchtbare Zusammenleben mit den kreativen Filmern unter einem Dach.

Die Gruppen-Ausstellung „Das Filmhaus und ich“ hatte den Blick der Künstler von „Artists Unlimited“ auf den Nachbarverein Filmhaus zum Thema. In der Ausstellung  waren Werke von Pip Cozens, pedda Borowski, Norbert Meier, Reiner Tintel, Tom Meyer u.a. zu sehen. Die zum Empfang geladenen Gäste wurden nach Eröffnung der Ausstellung im Kinofoyer des „Lichtwerks“ zu einem herzhaften Imbiss ins Filmhaus-Büro gebeten.

Das Medienfrüstück fand am 5. Juli in den Räumen der F.W. Murnau-Gesellschaft in der Körnerstraße statt. Sinn und Zweck der Diskussionsrunde war, Filmschaffende, (Kultur-)Politiker, Kulturverwalter und -wissenschaftler und andere kreative Köpfe zur Debatte über medienpolitische Fragen hinsichtlich unserer Region zusammenzubringen. In dieser Veranstaltung stand die Rolle der Filmstiftung für die Region im Zentrum. Zu Gast waren Frank Hübner (Filmstiftung), Kirsten Ellerbrake (Filmbüro NW), Peter Körte (Filmjournalist) und Filmschaffende der Region OWL.

Filmhaus-Gäste

Filmhaus-Gäste Austermann, Cozens, Lindhorst, Heuwinkel, Arndt


Jürgen Heckmanns

Jürgen Heckmanns


Gäste bei der Eröffnung

Gäste bei der Eröffnung (v.l. Wiegert, unbek., Blohm, Müller, Heisenberg, Goebel, Herzog, unbek., Hamann)


Daniel Berenger und Horst Adam

Daniel Berenger (Artists Unlimited) und Horst Adam (Kulturamt)


Rede Uli Kahmann

Rede Uli Kahmann


Reiner Tintel und Bibi Eckardt

Reiner Tintel und Bibi Eckardt (beide Artists Unlimited)


Gäste am Buffet

Gäste am Buffet


Abkühlung im Hof

Abkühlung im Hof

Zum 10jährigen Bestehen des Vereins entstand ein Kinotrailer im 35mm-Format: „Filmhaus Bielefeld: Besonders wertvoll!“.

Nach einem Drehbuch von Hennink Stöve und Henning Poltrock drehte eine große Crew im Innenhof von Artists Unlimited einen Südseefilm beladen mit allen Klischees: Piraten, Papageien, Prinzessinnen und Palmen. Natürlich entpuppte sich am Ende alles als Fake mit Fototapete und gleich drei Regisseure wurden gefeuert. Vor der Kamera agierten Heike Trinker, Pedda Borowski, Veronika Radulovic, Helmut Lemke, Christiane Heuwinkel u.v.a. Das Jubiläum stand insgesamt unter dem Motto „Besonders wertvoll!“ Als weitere Highlights gab es noch einen Festakt mit geladenen Gästen, eine Ausstellung und die Filmhaus-Sommerparty: „Besonders wertvoll“.

Filmhaus-Jubiläum "Besonders wertvoll!"

Filmhaus-Jubiläum „Besonders wertvoll!“

Die Filmhausparty „Besonders wertvoll“ war im Sommer 1992 der öffentliche Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 10jährigen Jubiläum des Vereins.

Am 4. Juli öffneten sich an der August-Bebel-Straße die Tore zur Sommerparty auf dem Hofgelände. Den Auftakt bildete das Duo Markus Schwartze (Flügel) und Thomas Schweitzer (Saxophon) mit der Begleitmusik zum Stummfilmen „The Cowboy“ von und mit Buster Keaton. Danach übernahm Helmut Lemke das musikalische Zepter und zelebrierte in einer Performance voller Überraschungen die Geräuschkulisse zum Stummfilm „The Boxer“ ebenfalls Buster Keaton“. Im „Lichtwerk“ traten Oliver Kalkofe und Dietmar Wischmeyer mit einem Comedy-Programm auf. Im Filmhaus-Seminarraum gab es die Performance „Beat-Re-Beat“ des Videokünstlers Adam Boome zu erleben. Getanzt wurde auch. Und zwar zur Musik von DJ Acka und das bis in die frühen Morgenstunden hinein.

Filmhausparty mit Helmut Lemke

Filmhausparty mit Helmut Lemkes Geräuschorchester


Partyeinlass

Partyeinlass: Strenge Tür mit Maria und Verena


Schwartze und Schweitzer

Schwartze und Schweitzer


Kaltgetränke mit Liebold Stiegemeyer und Seelig

Kaltgetränke mit Andreas Liebold, Heike Stiegemeyer und Klaus Seelig


Filmhauspartygetümmel

Filmhauspartygetümmel


Ausschank Filmhausparty

Ausschank Filmhausparty