Das Theatrum Somnium Medusae führte am 10.12.1999 seine multimediale Inszenierung „Leise schwimmt der Mond durch mein Blut“ in der Ravensberger Spinnerei auf. Gegenstand des Stücks ist das Leben und das lyrische Werk von Else Lasker-Schüler.

In der Auseinandersetzung des Ensembles unter der Leitung von Olga-Elena Ost mit diesem schwindelerregenden Leben und insbesondere der traumatischen Liebesbeziehung zu Gottfried Benn ist ein Tanztheater von höchster suggestiver Intensität entstanden. Die filmischen Gestaltungselemente wurden von den Filmhaus-Mitgliedern Ilja Nowodworski und Tom Meyer umgesetzt.

Regisseurin Olga-Elena Ost 1998

Regisseurin Olga-Elena Ost 1998

Die Aufführung der Filme des 10. Kurzfilm-Wettbewerbs war der große Tag der Gruppe „Fatal Film“. Die fünfköpfige Filmcrew hatte unter dem Titel „Blickpunkt: Gesundheit“ eine Persiflage auf ein TV-Infoformat produziert und ins Rennen um die Preise geschickt.

Bei der Bekanntngabe der Preisträger rechneten sich die Filmer zuerst Chancen aus. Als aber nur noch der erste Platz offen war, machte sich Enttäuschung breit. Doch als dann ihr Filmtitel als Gewinner des Hauptpreises verkündet wurde, brachen alle Dämme und der Jubel war gewaltig. Einmal auf der Bühne geehrt blieben sie auch noch zur Verkündung des Publikumspreises und da blieb ihnen der Mund offen stehen: die Zuschauer erkannten ebenso wie die Jury die Qualität ihres Films und gaben ihm ihre Stimme. „Fatal-Film“ nahm an diesem Abend die Skulptur „Der kleine Plumpe“ und den Publikumspreis „Bambi“ für ein Jahr mit nach Hause.

Bilderbeben Aufführungsflyer 1999

Bilderbeben Aufführungsflyer 1999

Gewinner:

1.Platz „Blickpunkt: Gesundheit“
(Fatal Film – Dirk Henkel, Daniel Höner, Sebastian Müller, Matthias Schönebäumer, André Schrammen)

Fatal-Film als Gewinner 1999

Fatal-Film als Gewinner 1999 (v.l.: Matthias Schönebäumer, André Schrammen, Dirk Henkel, Daniel Höner, Sebastian Müller

2.Platz „Zwei Frauen, eine Familie, ein Handicap“
(Beate Groß, Angelika Filius)

3.Platz: „Der Glaube allein schützt nicht“
(Martin Ruppert)

Publikumspreis: „Blickpunkt: Gesundheit“
(Fatal Film – Dirk Henkel, Daniel Höner, Sebastian Müller, Matthias Schönebäumer, André Schrammen)

„Ehemalige Studierende des Faches Kunst stellen sich vor“ nannte das Lichtwerk eine Filmreihe, in der sich Absolventen des Faches Kunst / Bereich Film und Video an der Universität Bielefeld mit ihren Filmen vorstellten.

Am 14. November 1999 startete um 11 Uhr der Filmmarathon im Kino und Tommi Fechner, Hans Georg Groß, Christian Grube, Klaus-Dieter Michel, Matthias Müller, Maija-Lene Rettig und Holger Sauer zeigten ihre Filme und diskutierten mit dem Publikum. Ein Ziel der Veranstaltung war es, aufzuzeigen, welche unterschiedliche berufliche Möglichkeiten von den Absolventen in der Auseinandersetzung mit dem Medium Film/Video eingeschlagen worden waren. Moderiert wurden die Filmgespräche vom Dozenten Jürgen Heckmanns, dem Leiter der Film- und Videowerkstatt an der Universität, der die Veranstaltung in der Reihe „Raus aus dem Archiv“ konzipiert hatte.

Ehemalige Studierende des Faches Kunst stellen sich vor

Beim zehnten Stummfilmfest war Carl Davies mit „Ben Hur“ das musikalische Schwergewicht. Von Lotte Reiniger wurde der Scherenschnittfilm „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ gezeigt. Murnau war mit „Faust – Eine deutsche Volkssaga“ vertreten. Publikumsliebling waren die „Kleinen Strolche“ im ausverkauften „Capitol“.

Die Filmschplätze NRW waren im Jahre 1999 eine Kooperation, die sich auf Belgien, Frankreich und Luxemburg erstreckte. Die Schauplätze in Deutschland waren Oberhausen, Mülheim, Bochum, Arnsberg, Geldern, Coesfeld, Lüdinghausen und Waltrop mit dem Mondscheinkino aus Bielefeld als technischem Dienstleister. Zu diesem Zeitpunkt war der deutsche Partner im Veranstalterensemble das Filmbüro NW.