Am Dienstag, 14. September werden Regisseur Christian Becker und Hauptdarsteller Robert Stadlober ihren Film „Zarte Parasiten“ um 20.30h persönlich im Lichtwerk vorstellen.

Am 11. September 2010 ging es im Lichtwerkkino im Ravensberger Park echt ekelig zu. 15 Filme zum Thema „Echt Ekelig“ wurden vom begeisterten Publikum umjubelt gefeiert. Schleim aus grüner Götterspeise, Fäkalien aus Schokopudding und Fanta, gut durchgekaute und weitgewanderte Kaugummis, furchteinflößende Mathelehrerinnen, Nasebohren und Popel aus Pappmarche ließen den Magen bei den ZuschauerInnen zirkulieren.

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128 Kinder aus ganz OWL und Münster (ein neuer Rekord) ließen ihrer Kreativität freien Lauf. Der Kinosaal des Lichtwerks war bis auf den letzten Platz besetzt. Die Stimmung war großartig, denn alle waren aufgeregt und gespannt den eigenen Film auf der Leinwand zu sehen.
Wie schon in den vorherigen Jahren führte Andrea Marten souverän durch das Programm. Sie interviewte die filmeschaffenden Kinder auf der Bühne zu ihren eigenen Filmen. So erfuhr das Publikum manch eine Insiderinformation, wie z.B. dass der Soundtrack des Films „Liebe auf den ersten Blick“ von den KünstlerInnen selbst komponiert wurde.
Die unabhängige Jury bestehend aus Doro Köster, Tobias Hilger, Petra Scholz, vergab am Ende der Filmvorführungen die drei golden Dinos, die Siegertrophäen des Wettbewerbs.
Den diesjährigen Förderpreis erhielten die Kinder Viktoria, Mergim, Dylovan, Darwin, Sabrin, Kathi, Shirwan, Selinay vom Eva Gabler Haus für ihren Film „Das Ekelrestaurant“. Sie haben jetzt die Möglichkeit als KinderreporterInnen in der WDR Kinderzeit aktiv zu sein.
Der dritte Platz ging an die Kinder der OGS Volkeningschule. Irem, Adrian, Murat, Julia, Matti, Modu, Lara und Vanessa machten aus dem Kinderreim „Ene mene Mopel“ ein kurzes Hip Hop Musikvideo in dem sich die Kinder mit vielen Popeln im Gesicht schmückten.
Den zweiten Platz gewann Maik Wittlif und seine Freunde Gergard, Eveline, Robert und Leon für ihren Film „Liebe auf den ersten Blick“. Eine beginnende aufflammende große Liebe auf den ersten Blick scheiterte am zweiten Blick, als die Angebetete nasebohrend an der Kreuzung steht.
Nick, Mika, Marcel, Indra, Lars-Ole, Leonie, Maximilian, Sina, Jannike und Lukas von der OGS Grundschule Brake überzeugten mit ihrem Film „Schleim!!!“ die Jury und belegten den ersten Platz des Wettbewerbs. Menschen werden von schleimig, grünen Außerirdischen entführt, eingeschleimt und anschließend gerettet.

Vielen Dank an alle TeilnehmerInnen des Wettbewerbs und herzlichen Glückwunsch den GewinnerInnen des diesjährigen Wettbewerbs.

Am Donnerstag, dem 30. September wird der junge deutsche Regisseur Andreas Arnstedt sein Kinodebut „Die Entbehrlichen“ um 19.30 Uhr persönlich im Lichtwerk vorstellen. Der Film erzählt nach einer wahren Begebenheit die tragische Geschichte des zwölfjährigen Jakob Weiss, der in einer Arbeiterfamilie der Unterschicht aufwächst. Das Kinodebüt beeindruckt durch ein herausragendes Cast und wurde bereits mehrfach auf nationalen und internationalen Festivals ausgezeichnet.

Passend zum diesjährigen 60. Jubiläum wurden das Eingangsfoyer und das Foyer vor den oberen Kinosälen komplett entkernt und neu gestaltet. In den Sälen „Casablanca“ und „Kid“ sind neue Kinosessel installiert. Seit April 2008 werden die drei Kamera-Kinosäle an der Feilenstraße von den Lichtwerkern als eigenständiger Betrieb weitergeführt. Sowohl die Kamera als auch das Lichtwerk wurden von Filmenthusiasten gegründet und haben sich im Laufe der Jahre als fester Bestandteil des städtischen Kulturlebens etabliert. Für die Filmliebhaber der Stadt Bielefeld, aber auch für viele Kinofans der Region ist Bielefeld mit der vielfältigen und hochwertigen Filmauswahl von „Kamera“ und „Lichtwerk“ zur Filmkunstmetropole avanciert.

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Die „Kamera“ wurde am 17. November 1950 vom Bielefelder Filmkunst-Pionier Carl Aul im Haus der Technik eröffnet und wechselte am 31.Oktober 1957 in die Feilenstraße. Im Jahr 1978 übergab Aul das Kino an seine Tochter Ingrid Heise, die den Betrieb 1990 mit „Casablanca“ und „Kid“ auf drei Säle erweiterte. Die bisherigen Inhaber des Traditionshauses, das Ehepaar Ingrid und Eberhard Heise, haben sich aus Altersgründen zu einer Übergabe an die Lichtwerker entschlossen.
Starkes Engagement für den europäischen Film
Das Programm der „Kamera“ ist geprägt durch den europäischen Film und neue deutsche Produktionen. Immer wieder sind zu den Filmen auch Gäste im Kino und diskutieren mit dem Publikum. Wie das „Lichtwerk“ ist auch die „Kamera“ Mitglied im Verbund der europäischen Filmkunsttheater „Europa Cinemas“ im Rahmen des Media-Programmes der EU.
Ein modernes Kino mit drei Sälen
Die Profile der beiden Lichtspielhäuser ergänzen sich in idealtypischer Weise. An der Ausrichtung des in der Vergangenheit regelmäßig für sein hervorragendes Filmprogramm ausgezeichneten Kinos an der Feilenstraße wird sich nach Absicht der neuen Betreiber nichts ändern. Im Zusammenspiel von „Kamera“ und „Lichtwerk“ liegen perspektivisch sicherlich noch viele Möglichkeiten der weiteren kreativen filmkulturellen Entfaltung. Auf jeden Fall bietet das Zusammengehen der beiden Kinos neue Handlungsmöglichkeiten bei der Zusammenarbeit mit den Filmverleihern. Eine Konsolidierung und Stärkung der Bielefelder Filmkultur in Abgrenzung zum Spielbetrieb der Großkinos erscheint damit auf längere Sicht möglich. Im Jahre 2010 wurden neue Kinosessel eingebaut und die Foyers wurden neu gestaltet. Seit November 2012 ist die Kamera in allen Sälen in der Projektion komplett digital – Bild und Ton in bester Qualität! Und hier ist Kamera-Fotoalbum!

Am 3. Oktober ist Michael Thamm nach kurzer schwerer Krankheit verstorben. Das Filmhaus verliert mit Michael einen guten Freund und einen verlässlichen Förderer. Als Leiter des WDR Landesstudios Bielefeld war er oft in der Jury des alljährlichen Film- und Videowettbewerbs vertreten und hat unser Projekt mit Humor und Kritik befruchtet. Wir haben ihn aber auch als Mann mit Plan kennengelernt, wenn es darum ging, Menschen in Not zu helfen. Wir werden seine Tatkraft, seinen Optimismus und seine Freundlichkeit vermissen.