18.000 Einzelbilder für 12 Minuten Film – der animierte Kurzfilm „Ins Dunkel“ feiert Deutschlandpremiere im Filmhaus Bielefeld.
Der etwa zwölfminütige Puppentrickfilm, an dem die Künstlerin Jessica Koppe fast fünf Jahre gearbeitet hat, erzählt die Geschichte von Orpheus, dem talentiertesten Musiker der griechischen Antike, der in die Unterwelt steigt, um seine geliebte Eurydike nach ihrem Tod zurück ins Leben zu holen. Da seine Musik sogar die Götter verzaubert, scheint dieses Vorhaben zunächst zu gelingen.

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Jessica Koppe hat „Ins Dunkel“ als Stop-Motion-Film umgesetzt. Seit sie 2007 das Drehbuch schrieb, arbeitete sie fast fünf Jahre an Produktions-Design, Kulissenbau, Puppen, Animationen und Schnitt des Films.
Stop-Motion ist eine der aufwändigsten Spielarten des Animationsfilms, in der man Puppen oder Dinge in kleinen Schritten vor einer Kamera bewegt. Nach jeder Bewegung wird ein Foto gemacht. Spielt man alle Fotos hintereinander mit einer Geschwindigkeit von 25 Bildern pro Sekunde ab, ergibt sich eine fließende Bewegung. Eine bekannte Produktion in dieser Technik ist z.B. „Shaun das Schaf“ aus dem Hause Aardman Animation. Jessica Koppes Film „Ins Dunkel“ dauert ca. 12 Minuten und besteht aus etwa 18.000 Einzelbildern.
Jessica Koppe ist eine Künstlerin mit den Schwerpunkten Trickfilm und Mixed Media. Neben ihrem Kunststudium in Münster führte sie ihre Leidenschaft für Animationsfilm an Universitäten nach Bristol und Wien. Seit ihrem Meisterschüler-Abschluss an der Kunstakademie Münster lebt und arbeitet sie in Porta Westfalica. Obwohl sie und Phillippe LaVille (Braunschweig) sich bereits seit ihrer gemeinsamen Schulzeit in Ostwestfalen kennen, ist „Ins Dunkel“ ihre erste gemeinsame Produktion.