Im Rahmen des Kulturrucksack veranstaltete das Filmhaus am 20. und 27. November 2012  mehrere Workshops, die Kindern den Umgang mit Medien näher bringen. Schüler und Schülerinnen der Realschule Senne, der Martin-Niemöller-Gesamtschule, der Gesamtschule Rosenhöhe und der Georg-Müller-Schule hatten die Möglichkeit in vier verschiedenen Stationen einen Einblick in die moderne Medienwelt zu bekommen.

Filmplakatauktion mit Keks-Contest: Einen Abend der besonderen Art zelebriert das Lichtwerk am Freitag, dem 14. Dezember. Ab 19 Uhr beginnt die traditionelle Magic Cookies Night mit der vorweihnachtlichen Filmplakatauktion. Wieder kommen aktuelle und historische Filmplakate unter den Auktionshammer. Vergnügen und Gaumenkitzel verspricht  die Suche nach dem Superkeks. Die Lichtwerker fordern ihr Publikum zum Backwettbewerb auf. Die drei leckersten selbstgebackenen Kekssorten werden im  Lichtwerk-sucht-den-Superkeks (LSDS) Contest ausgezeichnet. Sie gewinnen einen von einer eigens eingesetzten LSDS-Knabberjury verliehenen Geschmäckle-Preis in Form eines Lichtwerkpasses. Plakatliste_2012

Bei der Aufführung des Filmhaus-Wettbewerbs am 30.11.2012 im Bielefelder Theaterlabor wurden folgende Filme prämiert:

1.Preis (750,– € und Trophäe „Der kleine Plumpe“): „Versuch“ von Tom Lass, Berlin

  1. Preis (500,– €) „The Rise and Fall of Danger Man” von Eric Frantzen und Anna Wördehoff, Bielefeld
  2. Preis (250,– €) “Shutter” von Andreas Olenberg, Bielefeld

Publikumspreis “Versuch” von Tom Lass, Berlin. Förderpreis Filmhaus Bielefeld an Daniel Geweke, Bielefeld, für „Heiße Begierde“ [Fotos…]

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Auf dem Abendprogramm im voll besetzten Theaterlabor standen am 30.11.2012 insgesamt 40 kurze filmische Auseinandersetzungen mit dem Wettbewerbsthema „Das erste Mal“. Aus 60 Einsendungen hatte die Jury nach einer Vorauswahl durch das Filmhaus die besten Beiträge zusammengestellt. Auch in diesem Jahr war ein hoher Anteil an Einsendungen aus der Region Ostwestfalen-Lippe zu verzeichnen. Ein Umstand, der die Veranstalter besonders freut, zeigt er doch, dass das Filmhaus Bielefeld die Filmemacher der Region mit seinen Wettbewerbsthemen erreicht und die kreativen Kräfte zur Produktion anzuregen vermag. Gegen 23.30 Uhr verkündete die Jury die Sieger. In der Jury des Wettbewerbs saßen in diesem Jahr Jenna Gesse, Autorin, Gestalterin und Vorstand der Bielefelder Künstlergruppe „Artists Unlimited“, Matthias Goßmann, Theaterleiter des Kinos „Lichtwerk“ und der stellvertretende WDR Studioleiter Tilman Rauh. Insgesamt verteilten sie 1.500 Euro Preisgeld und zeichneten die folgenden Kurzfilme aus:

“Shutter” von Andreas Olenberg, Bielefeld, erreichte den dritten Platz (250 €). Olenberg hatte den Film gemeinsam mit Daniel Littau in Espelkamp realisiert. Im Film bleibt die Realität eines jungen Mannes immer wieder „hängen“ und ähnelt mit diesen unberechenbaren Wiederholungen immer mehr einer defekten CD.

Der zweite Preis (500,- €) wurde an den Film „The Rise and Fall of Danger Man” von Eric Frantzen und Anna Wördehoff, Bielefeld verliehen. Der Film schildert die Bewerbung eines jungen Mannes mit außergewöhnlichen Fähigkeiten für einen Job als Wissenschaftler und persifliert das Genre der Superheldenfilme.

Den Sieg in Form von 750 Euro und der Trophäe „Der kleine Plumpe“ entführte Tom Lass nach Berlin.  „Der Versuch“ lässt uns an den Beziehungsversuchen eines jungen Mannes und einer jungen Frau Teilnehmen. Die mit Situationskomik gewürzte und mit perfektem Timing gestaltete Geschichte überzeugte nicht nur die Jury, sondern auch das Publikum. Denn „Der Versuch“ erhielt mit weitem Abstand auch die meisten Stimmen für den Publikumspreis und so konnte Tom Lass auch das mit Geld gefüllte Bambi mit nach Berlin nehmen.

Der Förderpreis des Filmhauses wurde von Filmhaus-Vorstand Jörg Erber an den Bielefelder Filmemacher Daniel Geweke verliehen. Gewekes Film „Heiße Begierde“ entlockt jungen Männern intime Geständnisse über ihr erstes Mal und lässt uns an ihren mitunter skurrilen Gefühlen teilhaben. Der Film ist eine schön inszenierte Irreführung des Zuschauers, denn die Angebetete entpuppt sich am Filmende als eine heiße Tasse Kaffee. Der Preisträger hat nun die Möglichkeit, für 5 Drehtage auf das komplette Equipment des Filmhauses zurückgreifen zu können.

Sie dokumentiert eine Ära, die sich gerade dem Ende zugeneigt hat: Kerstin Schröder, Grafik-Designerin und Herausgeberin der Bielefelder Edition, widmet den vierten Band ihrer Reihe dem Lichtwerk und seiner Phase der klassischen Projektionstechnik. Die Filmrolle hat ausgedient – in diesen Tagen hat das mehrfach ausgezeichnete Programmkino auf digital umgestellt. Das Büchlein „Traumzeit: Leben mit dem Kino – Leben für das Kino“ hält auf 40 Seiten die Lichtwerk-Geschichte mitsamt der technischen Entwicklung fest, von den Anfängen in der August-Bebel-Straße bis zum heutigen Standort im Ravensberger Park.

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„Meine Idee ist es, Entdeckungen aus interessanten Kultur-, Lebens- und Arbeitsbereichen in Bielefeld aufzuschreiben, fotografisch zu dokumentieren und liebevoll zu gestalten“, sagt die diplomierte Gestalterin Kerstin Schröder. 2008 hat die gebürtige Bielefelderin ihre Heimatstadtedition ins Leben gerufen und bislang – mit Partnern – fast jedes Jahr „kleine Geschichten aus der Stadt“ festgehalten.
Diesmal steht nun das Lichtwerk im Fokus. „Das Kino als magischer Ort, als Black Box. Man geht hinein und kommt verändert, ergriffen erleichtert, gelöst vielleicht, heraus.“ So steigt Christiane Heuwinkel, im Bereich Bildung und Kommunikation an der Kunsthalle Bielefeld tätig und als Kinokennerin in der Murnau-Gesellschaft engagiert, textlich ein. Das bibliophil ausgestattete Bändchen im Hochformat von 14 mal 19,5 Zentimeter ist ganz und gar auf Kino eingestellt: Der eingeschlagene Umschlag führt gleich hinein in einen verdunkelten Saal, analog erstellte, grobkörnige Schwarz-Weiß-Fotografien und wenige Farbfotografien von Christian Ring kommen im gleichen Duktus daher, alte Fotodokumente und Kinoprogramme runden die Optik ab. Als bewussten Kontrast, das (Projektions-)Licht symbolisierend, hat Kerstin Schröder gestalterisch orangefarbene Flächen und Schriftblöcke dagegengesetzt.
Unbekanntes und Überraschendes entdecken
Auch wer Filmhaus und Lichtwerk (gegründet 1985, neueröffnet 2006) bestens kennt, wird Unbekanntes und Überraschendes entdecken. Ronald Herzog vom Filmhaus e.V. und Jürgen Hillmer von der Lichtwerk Filmtheater Betriebs GmbH haben bereitwillig ihre Archiv-Schatzkisten geöffnet und mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Als Hauptpartner für die Umsetzung konnte die Herausgeberin die Druckerei Hans Kock und die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft HLB Stückmann gewinnen. Das „Traumzeit“-Büchlein ist für knapp zehn Euro erhältlich bei der Herausgeberin, in der Buchhandlung Eulenspiegel, in der Bethelbuchhandlung und im Lichtwerk-Kino. Weitere Information unter www.bielefelder-edition.de
„Traumzeit: Leben mit dem Kino – Leben für das Kino – Das Lichtwerk in Bielefeld“, Kerstin Schröder (Hg.), Eigenverlag, 9,80 Euro, ISBN: 978-3-00-040218-0

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Rahmen des Kulturrucksack veranstaltete das Filmhaus am 20. und 27. November 2012  mehrere Workshops, die Kindern den Umgang mit Medien näher bringen. Schüler und Schülerinnen der Realschule Senne, der Martin-Niemöller-Gesamtschule, der Gesamtschule Rosenhöhe und der Georg-Müller-Schule hatten die Möglichkeit in vier verschiedenen Stationen einen Einblick in die moderne Medienwelt zu bekommen.