In diesem Jahr feiert das Filmhaus-Kino „Lichtwerk“ ein doppeltes Jubiläum. Vor 30 Jahren eröffnete das Filmhaus an der August-Bebel-Straße ein Kino, das sich als notwendige Ergänzung zum Bielefelder Filmangebot verstand.

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Das Lichtwerk wollte Filmgeschichte vermitteln und wichtige Dokumentarfilme zeigen. Regisseure und Genres wurden in umfangreichen Reihen vorgestellt. Innerhalb kurzer Zeit trauten sich die Kinomacher zur Programmerweiterung und so kamen bald auch Erstaufführungen auf die Leinwand. Gezeigt wurden Filme in den Formaten Super-8, 16- und 35mm. Wieder ein paar Jahre später kamen auch künstlererische Videos hinzu und die Medienkunst ergänzte das Angebot. Bis zu fünf Vorstellungen zeigten die Lichtwerker und die Kinderfilme wurden oft auch medienpädagogisch aufbereitet.

Die Lichtwergruppe plante bereits 2004 das Lichtwerk im Ravensberger Park: Matthias Goßmann, Ronald Herzog, Jürgen Hillmer.

Die Lichtwergruppe plante bereits 2004 das Lichtwerk im Ravensberger Park: Matthias Goßmann, Ronald Herzog, Jürgen Hillmer.

Als das „Lichtwerk“ sowohl in den technischen Möglichkeiten als auch ökonomisch an seine Grenzen gelangte, wurde eine intensive Suche nach räumlichen Alternativen angestrengt. Glückliche Umstände, kreatives Denken und politische Gespräche eröffneten 2003 erstmals die Möglichkeit einer qualitativen Verbesserung in mehgrfacher Hinsicht: mit dem Umbau der ehemaligen Tischlerei der Ravensberger Spinnerei zu einem Kinogebäude mit drei Sälen wagte das Filmhaus einen Schritt in eine ungewisse Zukunft.

Lichtwerk Baustelle 2005
Am 19. Januar 2006 eröffnete das „Lichtwerk im Ravensberger Park“ seine Pforten und eroberte die herzen der Filmliebhaber im Sturm.

Lichtwerk August 2007

Mit einem Empfang am 19.1.2016 hält das „Lichtwerk“ Rückschau auf seine erfolgreiche Kinogeschichte und möchte mit den „üblichen Verdächtigen“ aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Filmszene feiern.

Am Sonntag, 13. September, stellt der Regisseur Wolfgang Becker („Das Leben ist eine Baustelle“, „Good Bye Lenin!“) um 18.30 Uhr seine Verfilmung des Daniel Kehlmann Romans ICH UND KAMINSKI mit Daniel Brühl in der Hauptrolle persönlich im Lichtwerk vor. Wolfgang Beckers neuer Film ICH UND KAMINSKI ist ein komödiantisch-satirischer Einblick in die Kunstwelt. Ein Roadmovie, das durch halb Europa führt, gesäumt von peinlichen Situationen und schmutzigen Tricks. Ein Duell zweier unterschiedlich begabter Hochstapler, deren Geschichten sich ineinander spiegeln.

Am Freitag, 25.09.2015 um 18.30, ist Autor und Regisseur Lars Kraume im Lichtwerk zu Gast und stellt seinen Film „Der Staat gegen Fritz Bauer“ persönlich vor. Deutschland 1957. Während die junge Bundesrepublik die NS-Zeit hinter sich lassen will, kämpft ein Mann unermüdlich dafür, die Täter im eigenen Land vor Gericht zu stellen: Zwölf Jahre nach Kriegsende erhält der kompromisslose Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Burghart Klaußner) den entscheidenden Hinweis darauf, wo sich der frühere SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann versteckt halten soll. Gemeinsam mit dem jungen Staatsanwalt Karl Angermann (Ronald Zehrfeld) beginnt Bauer, die Hintergründe zu recherchieren. Doch es formiert sich Widerstand bis in die höchsten Kreise…

Dass unser Filmprogramm ausgezeichnet ist, wissen wir spätestens seit der ersten Ehrung für ein hervorragendes Jahresfilmprogramm sowohl durch die Film- und Medienstiftung NRW als auch den Bundesinnen/-kulturminister. Seit Jahren wird das Lichtwerk für sein Programm von beiden Institutionen ausgezeichnet und prämiert. Noch wichtiger ist uns allerdings, dass unsere Filme auch beim Publikum Anklang finden, dass unser Programm die Phantasie anregt, provoziert und den Horizont erweitert.

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Das Spektrum der BesucherInnen reicht vom Filmenthusiasten, der sich in allen Kinos die aktuellen Filme anschaut, über den speziell interessierten Kinogänger, der sich aus dem Lichtwerk-Programm seinen Film herauspickt, bis zum Stammgast, der sich gerade hier im Lichtwerk wohlfühlt. Mit der nötigen Gelassenheit betrachtet die Lichtwerk-Crew das mitunter hektische Auf und Ab der Filmbranche: Enthusiasmus, Wagemut und ein Näschen für neue Tendenzen und Talente zeichnen das Filmprogramm im Lichtwerk seit nunmehr fast 35 Jahren aus. Diese wilde und aufregende Mischung aus jungem europäischem Film und afrikanischem Kino, Dokumentarfilmen und Experimentellem, aus Kinderkino und Klassikern bildet die Grundlage für lebendige Filmkunst in Bielefelds bestem Kino: So lange es gute Filme gibt, werden sie auch im Lichtwerk zu sehen sein.

Die Lichtwerk Gründer von 1985 bei Jubiläum 1990

Die Lichtwerk Gründer von 1985 bei Jubiläum 1990 v.l.n.r. Jürgen Hillmer, Raimond Goebel, Udo Janzen, Richard Lutterbeck und Gunda Urban.

So sehen die Leute aus, die 1985 das Lichtwerk aus der Taufe hoben. Anlässlich des 5. Geburtstags im Jahre 1990 fanden sich die Gründer Jürgen Hillmer, Raimond Goebel, Udo Janzen, Richard Lutterbeck und Gunda Urban im Kino ein und sinnierten über das Erfolgsprojekt. Damals residierte das Lichtwerk noch an der August-Bebel-Straße.

Das Lichtwerkteam in den 90ern

Das Lichtwerkteam (Vorführung und Service) 1995

Im Jahr 2010 feiern wir das Jubiläum 25 Jahre Lichtwerk bereits in den neuen Räumlichkeiten im Ravensberger Park. Das Lichtwerk verfügt hier seit 2006 über drei Kinosäle und ein großes Foyer mit Loungebereich.  Das Lichtwerk im Ravensberger Park  knüpft an die Traditionslinien an, bietet allerdings unglaublich viele neue Perspektiven der Programmgestaltung. Zu unserem 30jährigen Jubiläum haben wir uns tief in unseren Fotofundus hineingewühlt und ein Album zusammengestellt, das den Werdegang unseres Lieblingskinos wiedergibt. Viel Vergnügen beim Stöbern in alten Erinnerungen! [Fotoalbum Lichtwerk]

 

Alle bereit? Kamera läuft!… Licht!… Ton!… Uuuuund bitte!…

… und schon bald sind alle Szenen im Kasten. Einen Film abgedreht zu haben ist ein prima Gefühl. Abgedreht zu sein manchmal auch. Und wer hat schon wieder das warme Wasser abgedreht, als du unter der Dusche warst?

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Dreh deinen eigenen Film zum Wettbewerbsthema! Hast du eine total abgedrehte Filmidee oder sogar schon etwas abgedreht? Dann reiche deinen Film zum Thema abgedreht bis zum 07. September 2015 im Filmhaus Bielefeld ein. Vielleicht gehört dann bald schon einer der drei goldenen Dinos dir. Die Premiere aller Wettbewerbsfilme mit Preisverleihung für die gelungensten Filmbeiträge findet am 26. September 2015 im Lichtwerkkino in Bielefeld statt.

  • Mitmachen dürfen alle Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre
  • Der Film darf nicht länger als 5 Minuten sein
  • Schick uns deinen Film als MPEG-, MOV- oder AVI-Datei
  • Bitte vergiss nicht, auch ein Anmeldeformular bei uns einzureichen

Hier geht es zum Trailer

Der Film ist als Langzeitprojekt angelegt und folgt in Interviews den Lebenslinien von vier Bielefeldern. Ein Grafik-Designer, ein Wandmaler, ein Psychotherapeut und eine Bio-Verkäuferin  geben ehrliche Auskunft über ihr Leben. Das erste Mal mit 30, dann mit 40 und schließlich mit 50 Jahren. Also über zwei Jahrzehnte hinweg. Wir sehen sie in den sogenannten besten Jahren älter werden, Anschauungen,Welterfahrungen sowie künstlerische Ambitionen darlegen und revidieren, auf der Suche nach einem sinnerfüllenden Job und einer vollkommenen Partnerschaft mit Kindern oder auch ohne sie. Gelingen und Scheitern werden hinterfragt und beeindruckend offen beantwortet. Eine Langzeitdokumentation von 1990 bis 2012 über vier Menschen, die in der Mitte ihres Lebens bereit sind, eine Zwischenbilanz zu ziehen.

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Die an der Uni Bielefeld entstandenen Filme ‚Typisch 30‘ und ‚Gestern 30 –  Heute 40‘ lockten bereits viele Zuschauer ins Lichtwerk, weil sich die Dokumentationen ‚wohltuend von den Bekenntnis-Ergüssen der TV-Talkshows unterschieden‘. Der Fernsehjournalist und Initiator des Filmprojekts, Walter Blohm, hat nunmehr die vier Personen selbst befragt und die Aussagen über ihr Lebensgefühl der vergangenen 20 Jahre mit seinem Team zu einem außergewöhnlichen Porträt verknüpft. Hier ist der Trailer zum Film.

Premiere am Mittwoch, 14.01.2015, 19 Uhr im Lichtwerk. Folgetermin: Sonntag, 18.1.2015 um 11 Uhr Bitte reservieren!

Filmplakatauktion mit Keks-Contest: Einen Abend der besonderen Art zelebriert das Lichtwerk am Freitag, dem 19. Dezember. Ab 19 Uhr beginnt die traditionelle Magic Cookies Night mit der vorweihnachtlichen Filmplakatauktion. Wieder kommen aktuelle und historische Filmplakate unter den Auktionshammer. Vergnügen und Gaumenkitzel verspricht  die Suche nach dem Superkeks. Die Lichtwerker fordern ihr Publikum auf, selbstgebackene Kekse zum Kontest mitzubringen. Die drei leckersten Backwerke werden im  Lichtwerk-sucht-den-Superkeks (LSDS) Contest ausgezeichnet. Sie gewinnen einen von einer eigens eingesetzten LSDS-Knabberjury verliehenen Geschmäckle-Preis in Form eines Kino-Passes! Und hier geht’s zur Auktionsliste 2015.

Regisseur Giulio Ricciarelli stellt am Freitag, 14. November 2014, um 19 Uhr seinen Film „Im Labyrinth des Schweigens“ vor. Sein Film behandelt die Vorgeschichte der Frankfurter Auschwitz-Prozesse. Heute kaum noch vorstellbar, dass die westdeutsche Nachkriegswelt sich kaum Fragen zu den Tätern stellte, die die Verbrechen in den KZs befahlen und ausführten. Tatsächlich konnten viele Täter abtauchen oder sich durch Leumundszeugnisse ein unbehelligtes Leben sichern. Die Bereitschaft zur Aufklärung war auch im Justiz-Apparat nur schwach ausgeprägt.

 

Streng gehütete oder gelüftete Geheimnisse, Schwüre und Komplotte, Vertrauen oder Verrat – „streng geheim“ war das Thema des diesjährigen Bielefelder Kinder- und Jugend-Filmwettbewerbs, veranstaltet vom Filmhaus Bielefeld. Bei der Premierenveranstaltung am 20. September im Lichtwerkkino wurden die eingereichten Kurzfilme von unter 18-jährigen Filmemachern auf großer Kinoleinwand präsentiert. Durch die Premierenveranstaltung führte der Bielefelder Moderator, Schauspieler und Autor Sven Stickling.

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Über 150 Mädchen und Jungen aus Ostwestfalen-Lippe hatten insgesamt 18 „streng geheime“ Kurzfilme bis zum Einsendeschluss am 06. September im Filmhaus Bielefeld eingereicht. 10 der Filme entstanden in Workshops mit FilmemacherInnen und KünstlerInnen des Filmhaus Bielefeld. Eine unabhängige Jury aus der Bielefelder Medienlandschaft prämierte die gelungensten Einreichungen mit den „drei goldenen Dinos“. Gewonnen haben:

  1. Preis: „Die geheimnisvolle Kiste“: Aus einer Kiste entflieht ein geheimnisvolles Wesen. Die Kinder der Ferienspiele Heepen versuchen alles, um ein Unglück zu verhindern… Ein Film von Alexander, Malia, Stella, Carolina, Marcel, Lennart, Alissa, Anna-Lena, Louis (Ferienspiele Heepen)
  2. Preis: „Das Geheimnis des Gruselhauses“: Eine Gruppe Kinder entdeckt im Wald ein Gruselhaus. Einige Kinder verschwinden darin und kommen nicht mehr heraus. Die anderen Kinder suchen Hilfe bei der Polizei. Die ist jedoch gänzlich unfähig und so machen sie sich alleine zurück auf den Weg zum Gruselhaus… Ein Film von Adonai, Angelina, Celina, Henri, Julius, Lebi, Leni, Luisa, Mael, Oliver, Robin, Roman (Don Bosco Jugendhaus Avenwedde)
  3. Preis: „Plups und der Zauberstein“: Das übernatürliche Wesen Plups landet auf der Erde. Dabei hat es einen geheimnisvollen Edelstein, der alle Wünsche erfüllen kann. Im Tausch gegen Bonbons verleiht Plups diesen Stein an zwei Freundinnen… Ein Film von Amelie, Samela, Sara, Elisa, Dustin, Janina, Denise, Julia, David, Max, Inga, Paula Sophie, Emilie, Kimberly (Klavierschule Hiddenhausen)

Einen zusätzlichen Förderpreis erhielt der Film „Die zwei Seiten der tessa700“ von Adam Aach. Der Gewinner bekam für seine weiteren Filmprojekte einen Gutschein für eine Geräteausleihe im Filmhaus Bielefeld überreicht.

Organisiert wurde der Wettbewerb von Juliane Otto, Nils Dunsche und Katinka Sasse. Gefördert wird der jährliche Wettbewerb durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und unterstützt vom Lichtwerkkino. Vielen Dank dafür!

Wir gratulieren den Gewinnern des Kinder- und Jugend-Filmwettbewerbs 2014 und bedanken uns bei allen, die mitgemacht haben! Seid auch im nächsten Jahr wieder dabei!

 

Am Mittwoch, 23. April um 19.30 Uhr, ist Oscar-Preisträger Pepe Danquart mit seinem neuen Film LAUF JUNGE LAUF zu Gast im Lichtwerk und steht im Anschluss dem Publikum für Fragen und Antworten zur Verfügung. Der Spielfilm erzählt die wahre Geschichte eines jüdischen Jungen, der es schafft, sich im Zweiten Weltkrieg im besetzten Polen unter abenteuerlichen Bedingungen drei Jahre vor den Deutschen zu verstecken.
Zu diesem Film hat Filmhaus-Mitglied Marvin Hesse das Making Of gedreht. Er ist an diesem Abend ebenfalls anwesend; sein Making Of wird im Anschluss an die Diskussion gezeigt.