„Ehemalige Studierende des Faches Kunst stellen sich vor“ nannte das Lichtwerk eine Filmreihe, in der sich Absolventen des Faches Kunst / Bereich Film und Video an der Universität Bielefeld mit ihren Filmen vorstellten.

Am 14. November 1999 startete um 11 Uhr der Filmmarathon im Kino und Tommi Fechner, Hans Georg Groß, Christian Grube, Klaus-Dieter Michel, Matthias Müller, Maija-Lene Rettig und Holger Sauer zeigten ihre Filme und diskutierten mit dem Publikum. Ein Ziel der Veranstaltung war es, aufzuzeigen, welche unterschiedliche berufliche Möglichkeiten von den Absolventen in der Auseinandersetzung mit dem Medium Film/Video eingeschlagen worden waren. Moderiert wurden die Filmgespräche vom Dozenten Jürgen Heckmanns, dem Leiter der Film- und Videowerkstatt an der Universität, der die Veranstaltung in der Reihe „Raus aus dem Archiv“ konzipiert hatte.

Ehemalige Studierende des Faches Kunst stellen sich vor

Beim zehnten Stummfilmfest war Carl Davies mit „Ben Hur“ das musikalische Schwergewicht. Von Lotte Reiniger wurde der Scherenschnittfilm „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ gezeigt. Murnau war mit „Faust – Eine deutsche Volkssaga“ vertreten. Publikumsliebling waren die „Kleinen Strolche“ im ausverkauften „Capitol“.

Die Filmschplätze NRW waren im Jahre 1999 eine Kooperation, die sich auf Belgien, Frankreich und Luxemburg erstreckte. Die Schauplätze in Deutschland waren Oberhausen, Mülheim, Bochum, Arnsberg, Geldern, Coesfeld, Lüdinghausen und Waltrop mit dem Mondscheinkino aus Bielefeld als technischem Dienstleister. Zu diesem Zeitpunkt war der deutsche Partner im Veranstalterensemble das Filmbüro NW.

In der Reihe „Kino mit Gästen“, gefördert von der Filmstiftung NRW, waren die folgenden Filmschaffenden mit ihren Filmen im Filmhaus-Kino zu Gast und diskutierten nach dem FIlm mit dem Publikum: Thomas Frickel („Deckname Dennis“), Bodo Hell („Am Stein“), Julian Benedikt („Blue Note“), Lars Büchel („Vier Geschichten über fünf Tote“), Andrej Schwartz („Auf der Kippe“), Raimond Goebel („Dance of the Wind“), Rüdiger Hillmer („Wer mich liebt, nimmt den Zug“).

„Magic Cookies Night“ ist der Titel für den bunten, vorweihnachtlichen Abend im „Lichtwerk“ am 19.12.1998 . Auf dem Programm stehen neben der Plakatauktion, Filmquiz unter der Regie von Sabine Ernst und Christina Guminski, ein Kurzfilmprogramm und der Überraschungsfilm.

Der Abend ist ein voller Erfolg und hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht. Im Kurzfilmprogramm waren Filme von Filmhaus-Mitgliedern zu sehen, u.a. von Steffen Kaminski, Jan Rethmann, Detlef Clever, Sebastian Müller, Matthias Schönebäumer, Daniel Manns, Achim Lübbeke, Aaron Scheer…

Unter dem Motto „Mäuse, Menschen, Monster“ organisierte das Kinderfilm-Team Carmen Ruffer, Christiane Orywal, Simone Tenbusch und Sabine Kaiser vom 1.11. bis 8.11.1998 ein Kindertrickfilmfest voller Aktionen und Workshops.

Das Fest war erstmals eine Kooperation mit den Flebbe-Kinobetrieben. Das großes Abschlußfest konnte daher im „Astoria“ am Klosterplatz stattfinden. An der Gesamtfinanzierung sind der Fonds Soziokultur, der Feuerwehrtopf der Stadt Bielefeld, das Ministerium für Familie und Jugend, das Filmbüro NW und das Filmhaus Bielefeld beteiligt gewesen.

„Seid umschlungen, Millionen!“ lautete das Motto zu diesem Bilderbeben in Anlehnung an Dagobert Ducks Lieblingsausruf vor dem Sprung ins prall gefüllte Talerbad.In der Ausschreibung heißt es: „Wenn die Mark nur noch 50 Pfennig wert ist, ergreift uns Panik. GEld gehört wie selbstverständlich zu unserem Leben. Wir erwarten Beiträge, die sich darüber wundern. Oder nach Antworten suchen: Stinkt Geld wirklich nicht? Wo arbeitet Geld? Warum macht Geld allein nicht glücklich? Wir hoffen auf wertvolle Visionen, Rezessionsreportagen und vergnügliche Finanzkritik.“

Über den Siegerfilm von Jörg Reddemann schrieb die Neue Westfälische: „Geld macht viel Arbeit. Zumindest dem kleinen Knetgummimänchen, das im Inneren der Apparatur unermüdlich schuftet, bügelt, wäscht und schleppt, um uns die frischen, blütenrein duftenden Scheine zu servieren. „Außer Betrieb“ bedeutet Feierabend für den kleinen Helfer.“ Der Film gewann darüber hinaus auch souverän den Publikumspreis.

In der Filmhaus-Jury urteilten Kirsten Beckmann (Grafik-Designerin), Walter Blohm (Regisseur), Michael Thamm (WDR Studioleitung Bielefeld) über die Qualitäten von 60 Beiträgen.

Gewinner:

1.Platz: „Außer Betrieb“
(Jörg Reddemann)

2.Platz: „Ein Markstück dreht ab“
(Thorsten Jarek)

2. Platz: „Des Pudels Kern“
(Michael Sachwertel, Stephan Lentzen)

Publikumspreis: „Außer Betrieb“
(Jörg Reddemann)

Beim neunten Stummfilmfest gab es den Gruselklassiker „Das Phantom der Oper“, den Dok-Film „Berlin, die Sinfonie der Großstadt“ und Chaplins „Goldrausch“. Von Murnau stand „City Girl“ auf dem Programm, begleitet von Rolf Sudmann et al. In der Boge-Fabrik zeigte Kurt Johnen seine Lichtinstallation „Lichtfluten“, begleitet von Michael Riessler.

Unter dem Motto „Hunderttausend Rote Rosen“ fand die Filmhaus-Party am 1.8.1998 auch diesmal wieder im traditionellen Regen statt. Der Besuch war dennoch bestens und die Laune beim Publikum gut. Unter anderem im Programm: eine Tanz-Video-Performance mit Dyane Neiman, eine Multimedia-Performance von Clemens von Wedemeyer u.a., eine Installation von Helmut Lemke und Videos von Achim Lübbeke, Tom Meyer und Jörg Erber.

Nachdem Jörg Erber die Nachfolge von Heide Ontyd im Filmhaus angetreten hat, legt er sein Vorstandsmandat nieder. Die Mitgliederversammlung wählt Jochen Kopp im Februar 1998 zum neuen geschäftsführenden Vorstand. Sabine Schröder bleibt geschäftsführend im Amt.