Zum Filmstart des Ken Loach Films „Land & Freedom“ über den Spanischen Bürgerkrieg schickte der Verleih eine rote Fahne mit. Die Lichtwerker hissten die Fahne an der August-Bebel-Straße zu Werbezwecken.

An der Fassade ist die frühere Lichtwerk-Werbung zu erkennen und ein Transparent, welches auf das 100jährige Kinojubiläum aufmerksam machte.

„Hinter der Wohnungstür beginnt ein anderes Land. Hier werden intimste Wünsche verwirklicht, perverse Lüste befriedigt und bunte Träume geträumt. Hier sprießen paradiesische Welten aus Blumentöpfen und rattern kostbare Heimwerkermaschinen.“ Für die Jury urteilten beim Bilderbeben: Bavo Defurne, Barbara Witych/Filmhaus, Werner Zeppenfeld/WDR

Gewinner:

2.Platz: „Küchenstück“
(Anne Flore)

2.Platz: „Krausnickstraße 10“
(Veit Lup und Blan Ryan)

3.Platz: „Zimmerwelten“
(Karsten-Jan Hansen)

3. „Ein Tag so“
(Claudia Wüstenhöfer, Michael Laakmann, Joachim Seifert).

Publikumspreis: „Walter wohnt wild“
(Honkfilm – Thomas Meyer, Jörg Reddemann, Ludger Meyer)

Siegerehrung Honkfilm 1994

Siegerehrung Honkfilm 1994 mit Werber Zeppenfeld/WDR (li.) und Christina Essenberger/Filmhaus (re.)

Beim vierten Film&MusikFest der F.W. Murnau-Gesellschaft stand erneut Fritz Langs Monsterwerk „Metropolis“ auf dem Programm, diesmal allerdings mit großer Begleitung durch das Babelsberger Filmorchester unter der Leitung von Frank Strobel. Die Entdeckung des Festivals war jedoch E.A. Duponts „Varieté“ und das Kreuzberger Salonorchester. Die Filme liefen im „Capitol“ und der Oetkerhalle.

Die Trickfilmwoche unter dem Titel „Im Reich der schnellen Bilder“ fand vom 25.11. bis 1.12.1993 im Lichtwerk statt.

Die Antwort auf unsere Themenfrage war natürlich ein Kinderspiel: „Niemand!“ In der Ausschreibung heißt es: „Wir erwarten Beiträge, die ohne Schwarzweiß-Malerei auskommen, die den deutschen Wohlstandsspeck nicht als Schutzwall akzeptieren und auf oberflächliche Anbiederungen verzichten.“

In der Jury saß wieder der WDR-Studioleiter Werner Zeppenfeld, die Filmemacherin Barbara Lipinska und der Präsident der Künstlergruppe „Artists Unlimited“, Daniel Bérenger.

Gewinner:

1.Platz: Ex äquo an „Zehn kleine Negerlein“ (Jochen Ehmann)
und „Die Fahrkarte“ (Beate Middeke)

2..Platz: Ex äquo an „Putnik“ (Detlef Clever)
und „Motherfucker“ (Jörg Reddemann)

Publikumspreis: „Sprachkurs Deutsch“ (Nils Loof)

Das vierte Film&MusikFest der F.W. Murnau-Gesellschaft präsentierte vier Stummfilme von unterschiedlichen Regisseuren. Bei diesem Fest tauchte erstmals der Regisseur G.W. Pabst auf: „Tagebuch einer Verlorenen“ mit Louise Brooks lief in Begleitung von Joachim Bärenz. Von Murnau wurde das Drama „Der brennende Acker“, begleitet von Aljoscha Zimmermann, gespielt.  In Begleitung des Filmorchesters Babelsberg zeigte die Murnau-Gesellschaft den Klassiker „Der Golem, wie er in die Welt kam“ . Neben dem Kino „Capitol“ wurde auch in der Oetkerhalle gespielt.

Unter dem Motto „Zorro und die Zonies“ lädt das Filmhaus am 28. August 1993 zur Sommerparty auf das Hofgelände am Lichtwerk.

Mit der Wahl Anfang 1993 tritt Sabine Schröder für Barbara Witych das Amt des geschäftsführenden Vereins-Vorstands an. Regina Latyschew bleibt im Amt.

Kurzfilmwettbewerb Glück 1992 vor dem Lichtwerk

Der dritte Kurzfilmwettbewerb fand unter dem Thema „Glück“ statt. Erstmalig wurde als Hauptpreis die Trophäe „Der kleine Plumpe“ verliehen. Die schwere Skulptur wurde von der Bildhauerin Nina Koch gestaltet und zeigt einen Mensch mit Kamera, der einen Totenschädel anvisiert. Der Name des Wanderpreises erinnert an den berühmten Stummfilmregisseur Friedrich Wilhelm Murnau, der seine ersten Lebensjahre unter dem Namen Friedrich Wilhelm Plumpe in Bielefeld verbrachte. In der Jury saßen diesmal Kirsten Ellerbrake (Filmbüro NW), Peter Körte (Filmjournalist) und Werner Zeppenfeld (WDR Bielefeld).

Bilderbeben Preisverleihung Glück 1992 mit Peter Körte, Kirsten Ellerbrake und Preisträger Jörg Reddemann

Bilderbeben Preisverleihung Glück 1992 mit Peter Körte, Kirsten Ellerbrake und Preisträger Jörg Reddemann


Bilderbeben mit Reddemann und Stöve 1992

Bilderbeben mit Reddemann und Stöve 1992


Bilderbeben Publikum im Lichtwerk

Bilderbeben Publikum im Lichtwerk


Bildhauerin Nina Koch und WDR-Studioleiter Werner Zeppenfeld

Bildhauerin Nina Koch und WDR-Studioleiter Werner Zeppenfeld

Bei hochsommerlichen Temperaturen schwitzte sich das Publikum durch ein spannenden Programm und erlebte bei der Siegerehrung den Besuch eines Pferdes im Kino. Der Sonderpreis in Form eines Möhrenbuketts ging an den Apfelschimmel Willi, den Hauptdarsteller eines Super-8-Films. In der Ausschreibung hieß es dazu: „Das Glück dieser Erde, liegt auf dem Rücken der Pferde… So klang es in einem deutschen Schlager der 60er Jahre. Ob damit das Glücksgefühl des reiters oder der richtige Tip im Wettbüro gemeint ist, bleibt unklar. Sicher ist dagegen, daß der Traum von Glück und Glückseeligkeit fast so alt ist wie die Menschheit.“

Ein Darstellerpreis für den Apfelschimmel

Siegerehrung für den Apfelschimmel

Gewinner:

1.Platz: „Anna und Archy“
(Jörg Reddemann)

2.Platz: „Das Auswandererglück“
(Klaus Thomys)

2.Platz: „Willi“
(Friedhelm Sonderhoff)

3.Platz: „15mal Ulrike Jokiel“
(HL-TV III)

Das dritte Film&MusikFest der F.W. Murnau-Gesellschaft trumpfte bereits mit sechs Stummfilmen auf. Bei diesem Fest tauchte der Regisseur gleich mit drei Filmen auf: „Die Bergkatze“, „Die Auisternprinzessin“ und „Die Puppe“. Von Murnau wurde die Komödie „Die Finanzen des Großherzogs“ gespielt. Chaplin war mit „Auf der Rollschuhbahn“ vertreten und dann gab es noch den Klassiker „Das Cabinet des Dr. Caligari“.