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Ein arbeitsreiches Wochenende in Dörentrup

Unser Dokumentarfilmworkshop „Land in Sicht!“ war vom 10. – 12. Juli in Dörentrup.

Türen wurden uns geöffnet, unser Blick verändert, unsere Neugier geweckt…

https://land-in-sicht-owl.de/

Das Wochenende war voller Überraschungen. Sowohl die BewohnerInnen der Gemeinde Dörentrup haben uns überrascht, die uns außerordentlich offen und wohlwollend begegnet sind, als auch unser Workshopteam, das mit den ersten Bild- und Tonaufnahmen schon feine Atmosphären von Dokumentarfilmen erschaffen hat.

Land in Sicht - Marvin Tonexperimente Land in Sicht - Abschluss Dörentrup Juli 2020 Land in Sicht - Josef und Jörg Land in Sicht - Sonnenschirme Land in Sicht - Gruppe mit Hund Land in Sicht - Abschlussrunde Juli 2020 Land in Sicht - Mühlingsbachhütte

Dörentrup in Sicht

Der dritte Seminarblock „Land in Sicht!“ findet vom 10. – 12. Juli direkt in Dörentrup statt, in der alten Stallscheune im Ortsteil Schwelentrup.  https://land-in-sicht-owl.de/

Wir beginnen vor Ort mit unseren ersten Filmaufnahmen und verbringen ein ganzes Wochenende in der Gemeinde, diskutieren angedachte Themen und bilden Produktionsgruppen.

Wir wollen uns bei den Bewohner*innen vorstellen, mit ihnen ins Gespräch kommen, wollen hören welche Themen sie beschäftigen und welche sich für das Verfilmen eignen.

Speziell am Samstagnachmittag von 15-17 Uhr laden wir alle Interessierten ein, uns in der alten Stallscheune in Dörentrup-Schwelentrup zu besuchen, um uns kennenzulernen und sich mit uns hinsichtlich Themen und Geschichten auszutauschen. Dort stellen wir unser Projekt vor und hoffen auf Anregungen.

„Land in Sicht!“ Der zweite Seminarblock konnte endlich im realen Raum, im Kanal21 stattfinden. Im großen Seminarraum in der Meisenstraße 65 hatten die TeilnehmerInnen genügend Platz für ihre Arbeit. Die Leitung lag wieder in der Hand von Anna-Maria Schneider, Marvin Hesse und Jörg Erber. https://land-in-sicht-owl.de/

Am Samstag stand mit „Work Hard – Play Hard“ der Dokumentarfilm von Carmen Losmann aus dem Jahr 2011 im Mittelpunkt. Der Film beschäftigt sich mit den neuen Formen der Arbeitsorganisation und Methoden des Personalmanagements. Es ist ein Beispiel für eine besondere themenorientierte Herangehensweise in der Dokumentarfilmarbeit.
Desweiteren ging es um Formen der Gesprächsführung und die inhaltliche und dramaturgische Gestaltung von Gesprächssituationen, die dann am Sonntag auch praktisch ausprobiert wurden. Zentraler Punkt dieses Seminarwochenendes war die weitere Themenvorbereitung für „Land in Sicht!“: Was wollen wir in Dörentrup erkunden, welche Quellen stehen zur Verfügung, was bewegt die Menschen?
Mit diesem Workshop ist nun die Vorbereitung in Bielefeld abgeschlossen, jetzt geht es auf’s Land! Ab Juli beginnt unsere Arbeit vor Ort in Dörentrup.

„Land in Sicht!“ Workshop-Auftakt als Zoomkonferenz. Unter der Leitung von Anna-Maria Schneider, Marvin Hesse und Jörg Erber ist das erste Workshopwochenende wunderbar über die Bühne gegangen. https://land-in-sicht-owl.de/

Mit über 20 TeilnehmerInnen haben wir einen digitalen Streifzug durch Bilder, Sichtweisen, Orte und Gespräche versucht, haben Kodes entschlüsselt und Perspektiven gewechselt. Grundlage der Diskussion war zum einen „Milltown, Montana“ von Rainer Komers und „Georg K. Glaser – Schriftsteller und Schmied“ von Harun Farocki. Der Distanz zum Trotz kam ein sehr intensiver, dynamischer Austausch zustande. Danke für die Disziplin und Aufmerksamkeit! Es hat sehr viel Spaß gemacht, wir freuen uns auf die kommende Arbeit mit dem neuen „Land in Sicht!“-Dokumentarfilm-Team im Filmhaus-Bielefeld.

Der Dokumentarfilm-Workshop „Land in Sicht!“ startet im März und bietet Möglichkeit zur Teilnahme.
Geplant ist die Konzeption und Realisierung eines Dokumentarfilms zum ländlichen Leben in Ostwestfalen-Lippe. Der Projektzeitraum ist von März 2020 bis Juni 2021 angelegt.
Die Projektleitung liegt bei Anna-Maria Schneider, Marvin Hesse und Jörg Erber.

Erste Infoveranstaltung für interessierte FilmerInnen: Do. 5. März 2020, 18Uhr. Weitere Infos bietet die Projekt-Website
Wir suchen Personen, die bei der Entwicklung und der Umsetzung dieses Dokumentarfilms mitgestalten wollen. „Land in Sicht!“ soll eine Entdeckungsreise sein, bei der wir unsere Vorurteile beiseitelassen und mit offenen Augen und Ohren filmische Eindrücke sammeln und ordnen. Denn das ländliche Leben hat sich gewandelt; es wird Zeit, unsere Schubladen zu überprüfen, die Lebensverhältnisse zu analysieren und das Landleben angemessen neu zu definieren. Im Rahmen unseres Dokumentarfilmworkshops und unter Einbeziehung lokaler Akteure soll ein Film entstehen, der auf verschiedene Arten das moderne dörfliche Leben wiedergibt und dadurch zu Diskussion und Gespräch anregt.
Beim Dokumentarfilm-Workshop „Land in Sicht!“ sind Anfänger und Fortgeschrittene willkommen.
Anmeldungen und Infos unter mail(at)filmhaus-bielefeld.de oder per Telefon: 0521-177757.

Land in Sicht Dorfanblick

Der Intensivkurs: Licht für Film und Reportage richtet sich an Filminteressierte mit eigener Dreherfahrung, die ihr Know How am Set vertiefen und bereichern möchten.
Der Kameramann und Beleuchter Marvin Hesse berichtet aus seiner Praxis und gibt sein Wissen in Übungen weiter.

Licht ist ein zentraler Aspekt für jede Kameraarbeit. Marvin Hesse wird an diesem Wochenende beim Intensivkurs: Licht für Film und Reportage die Grundlagen der Lichtgestaltung im Film und deren technischen Hintergründe vermitteln. Praktische Übungen vertiefen die verschiedenen Themenbereiche:
• Theoretische Grundlagen
• Dreh Planung/Vorbereitung bezüglich der gewünschten Lichtstimmung
• Arbeitssicherheit: Strom und Kabel, Belastungsgrenzen
• Lichtstimmungen – Farbstimmungen anhand von praktischen Übungen kennenlernen
• Reportage Licht / Szenisches Licht
Teilnahmebedingungen: eigene Dreherfahrungen
Teilnahmegebühren: Filmhaus-Mitglieder: 60,-€, Externe 175,-€

Seminarleitung: Marvin Hesse
Termin: Sa./So. 29. Februar/1. März 2020, jeweils 11-18Uhr

Marvin Hesse ist Jahrgang 1987, Filmhaus-Mitglied und hat nach seiner Ausbildung zum Mediengestalter in Bielefeld und Köln ein Studium an der HfbK in Hamburg im Bereich Film bei Wim Wenders und Pepe Danquart absolviert. Sein Abschlussfilm „EVERYONE IN HAWAII HAS A SIXPACK ALREADY“ wurde auf etlichen internationalen Filmfestivals gezeigt. Seit 2017 studiert er in der Klasse des Bühnenbildners Reimund Bauer. Marvin Hesse arbeitet am Filmset als Kameramann oder Lichtgestalter und war u.a. als Oberbeleuchter bei Nora Fingscheidts „Systemsprenger“ verantwortlich.

Standpunkte: Dokumentarfilm Praxis / Werkstattgespräch mit Marvin Hesse

Marvin Hesse startet das Werkstattgespräch um 12Uhr im Lichtwerk, mit der Präsentation seines letzten Films „EVERYONE IN HAWAII HAS A SIXPACK ALREADY“ (D/ES 2018), ein einstündiges Portrait über Jugendliche auf La Gomera. Im Anschluss gibt es ein ausführliches Kinogespräch zur Entstehungsgeschichte, der Herangehensweise, den Protagonisten und der weiteren Verwertung des Films.

Glück ist, was passiert, wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft.
Seneca

Marvin Hesse startet das Werkstattgespräch um 12Uhr im Lichtwerk, mit der Präsentation seines letzten Films „EVERYONE IN HAWAII HAS A SIXPACK ALREADY“ (D/ES 2018), ein einstündiges Portrait über Jugendliche auf La Gomera. Im Anschluss gibt es ein ausführliches Kinogespräch zur Entstehungsgeschichte, der Herangehensweise, den Protagonisten und der weiteren Verwertung des Films.

Termin: Samstag, 12. Januar 2019
Zeit: 12 – 19Uhr
Seminarteilnahme (incl. Kino-Ticket): 50€, für Filmhaus-Mitglieder 25€
Anmeldung: erber@filmhaus-bielefeld.de

Filmstill

Filmstill „Everyone has a Sixpack already“

Der zweite Teil dieses Seminars findet dann im Filmhaus statt.

Es geht um Stoffentwicklung, um Standpunkte der dokumentarischen Arbeit, um Erfahrungsberichte aus Hesses Projekten:

• Stofffindung
• Der „Protagonist“ und ich
• Dokumentarfilm und Intuition
• Strukturfindung – Was sagt mir das Material
• Nähe schaffen
• Der eigene Blick – Was formt die Arbeit?
• dokumentarische Kameraarbeit
• Welche Arbeitsweise passt zu „meinem“ Stoff?

Neben ausführlichen Gesprächsrunden wird Marvin Hesse weitere Filme zeigen, z.T. aus eigener Produktion, aber auch solche, die ihn beeinflusst und geprägt haben. Wir wollen über Dokumentarfilm als mögliche filmische Ausdrucksform sprechen, verschiedene Sichtweisen, Ansätze und Meinungen hören und zum intensiven Austausch über dokumentarisches Arbeiten kommen.

Mögliche Filme:
EVERYONE IN HAWAII HAS A SIXPACK ALREADY (D/ES 2018 / 58min), Marvin Hesse
PHUBBERS (CHN, 2015 / 15min),), Marvin Hesse

Ausschnitte von fremden Filmen:
L’estate di Giacomo / Giacomos Sommer (F 2011), Allessandro Comodin)
Lila (F 2008) by BroadcastClub
Bombay Beach (USA 2011) Alma Har’el
How to make a book with Steidl (D 2010) Gereon Wetzel, Jörg Adolph

Zur Person:
Marvin Hesse ist Jahrgang 1987, Filmhaus-Mitglied und hat nach seiner Ausbildung zum Mediengestalter in Bielefeld und Köln, ein Studium an der HfbK in Hamburg im Bereich Film bei Wim Wenders und Pepe Danquart absolviert. Seit 2017 studiert er in der Klasse des Bühnenbildners Reimund Bauer. Hauptsächlich arbeitet Marvin Hesse in Gemeinschaftsprojekten als Kameramann oder Lichtgestalter, seine eigenen Arbeiten sind Dokumentarfilme, die im kleinen Team entstehen.

Dokfilm Regisseur

Marvin Hesse

Filmografie:
Regie:
2017 EVERYONE IN HAWAII HAS A SIXPACK ALREADY (Dokumentarfilm, 57′)
2015 phubbers (Dokumentarfilm, 15′)
2014 handling of a truth – the making of run boy run (Dokumentarfilm, 60′)
2008 Anfang von Anfang an (Kurzspielfilm, 7′)
2008 Feuer meiner Lenden 3D (4′)
2005 alltagkt (Experimentalfilm, 5′)

Kamera:
2015 Küche des Glücks. Regie: Tom Otte Produktion (Experimentalfilm, 15′)
2014 Vom hören Sagen / Hearsay. Regie: Eibe Maleen Krebs (Dokumentarfilm, 64′)