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Zum Film REWIND – DIE ZWEITE CHANCE kommen am Freitag, den 27. April 2018, um 20.30h zwei Gäste ins Lichtwerk. Der aus Bielefeld stammende Regisseur Johannes Sievert und Produzent Raimond Göbel, Mitgründer des Lichtwerks, werden ihren Film persönlich vorstellen. Regisseur Johannes F. Sievert („Verfluchte Liebe Deutscher Film“) gelingt mit REWIND die Verbindung des Kriminalgenres mit den Elementen eines klassischen phantastischen Filmstoffes: eine Mordermittlung, die mit den Möglichkeiten einer Zeitumkehrung spielt. Kommissar Lenders als Zeitreisender erscheint in REWIND als eine realistische Möglichkeit. B/R: Johannes F. Sievert. D: Alex Brendemühl, Sylvia Hoeks, Max von Pufendorf, Idil Üner. [Zum Trailer…]

Dass unser Filmprogramm ausgezeichnet ist, wissen wir spätestens seit der ersten Ehrung für ein hervorragendes Jahresfilmprogramm sowohl durch die Film- und Medienstiftung NRW als auch den Bundesinnen/-kulturminister. Seit Jahren wird das Lichtwerk für sein Programm von beiden Institutionen ausgezeichnet und prämiert. Noch wichtiger ist uns allerdings, dass unsere Filme auch beim Publikum Anklang finden, dass unser Programm die Phantasie anregt, provoziert und den Horizont erweitert.

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Das Spektrum der BesucherInnen reicht vom Filmenthusiasten, der sich in allen Kinos die aktuellen Filme anschaut, über den speziell interessierten Kinogänger, der sich aus dem Lichtwerk-Programm seinen Film herauspickt, bis zum Stammgast, der sich gerade hier im Lichtwerk wohlfühlt. Mit der nötigen Gelassenheit betrachtet die Lichtwerk-Crew das mitunter hektische Auf und Ab der Filmbranche: Enthusiasmus, Wagemut und ein Näschen für neue Tendenzen und Talente zeichnen das Filmprogramm im Lichtwerk seit nunmehr fast 35 Jahren aus. Diese wilde und aufregende Mischung aus jungem europäischem Film und afrikanischem Kino, Dokumentarfilmen und Experimentellem, aus Kinderkino und Klassikern bildet die Grundlage für lebendige Filmkunst in Bielefelds bestem Kino: So lange es gute Filme gibt, werden sie auch im Lichtwerk zu sehen sein.

Die Lichtwerk Gründer von 1985 bei Jubiläum 1990

Die Lichtwerk Gründer von 1985 bei Jubiläum 1990 v.l.n.r. Jürgen Hillmer, Raimond Goebel, Udo Janzen, Richard Lutterbeck und Gunda Urban.

So sehen die Leute aus, die 1985 das Lichtwerk aus der Taufe hoben. Anlässlich des 5. Geburtstags im Jahre 1990 fanden sich die Gründer Jürgen Hillmer, Raimond Goebel, Udo Janzen, Richard Lutterbeck und Gunda Urban im Kino ein und sinnierten über das Erfolgsprojekt. Damals residierte das Lichtwerk noch an der August-Bebel-Straße.

Das Lichtwerkteam in den 90ern

Das Lichtwerkteam (Vorführung und Service) 1995

Im Jahr 2010 feiern wir das Jubiläum 25 Jahre Lichtwerk bereits in den neuen Räumlichkeiten im Ravensberger Park. Das Lichtwerk verfügt hier seit 2006 über drei Kinosäle und ein großes Foyer mit Loungebereich.  Das Lichtwerk im Ravensberger Park  knüpft an die Traditionslinien an, bietet allerdings unglaublich viele neue Perspektiven der Programmgestaltung. Zu unserem 30jährigen Jubiläum haben wir uns tief in unseren Fotofundus hineingewühlt und ein Album zusammengestellt, das den Werdegang unseres Lieblingskinos wiedergibt. Viel Vergnügen beim Stöbern in alten Erinnerungen! [Fotoalbum Lichtwerk]

 

Die Idee zu unserem Kurzfilmwettbewerb entstand in Zusammenhang mit der Diplomarbeit „Untersuchungen zum Wendekreis des Bewusstseins“ des Designers Klaus Seelig. Quasi als filmisches Begleitprogramm zu seiner Auseinandersetzung mit modernem Verkehrsbewusstsein schrieb das Filmhaus unter dem Motto „Stau in der Sackgasse“ einen Kurzfilmwettbewerb aus. Die Resonanz seitens der regionalen Szene war trotz des geringen Werbeaufwands überraschend groß und machte einen spezifischen Bedarf deutlich. Die filmproduzierende Szene hatte Lust auf Austausch und nahm das Forum Wettbewerb dankend auf. Das Lichtwerk, unser Kino im Filmhaus platzte bei der Aufführung des Wettbewerbs aus allen Nähten und erforderte eine improvisierte Zusatzprojektion über TV-Geräte im Foyer. Schon damals gab es eine Prämierung für die drei besten Filme: 1.000,- DM konnten verteilt werden. In der Jury saßen mit Ulla Schneider (Cutterin) und Chris Sternickel (Kamerafrau) zwei Vertreterinnen des WDR und mit Michael Dresbach ein Vekehrsexperte des VCD.

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Stau in der Sackgasse Kinopublikum 1990

Stau in der Sackgasse Kinopublikum 1990


Siegerduo Dorothée Meersmann und Rainer Kobinger

Siegerduo Dorothée Meersmann und Rainer Kobinger

Zum Thema „Verkehrsprobleme und Verkehrsbewusstsein“ erreichten das Filmhaus 16 Filme.

Gewinner:

1.Platz: „Das Go-Kart rechts ran“
(Rainer Kobinger, Dorothée Mersmann)

2.Platz: „Über die Berge“
(Raimond Goebel)

3.Platz: „Staufenster“
(Benno Filter)

Im Dezember 1987 werden Raimond Göbel und Jürgen Hillmer gemeinsam zum geschäftsführenden Filmhaus-Vorstand gewählt. Weiterhin sind im Vorstand vertreten: Birgit Eßling, Udo Penner und Barbara Witych.

Im Jahr 1986 werden Christel Heermann und Raimond Göbel von den Mitgliedern zum neuen geschäftsführenden Vereins-Vorstand gewählt. Cornelia Neumann und Ulrich Goertz sind aus dem Vorstand ausgeschieden.

Im November 1985 waren die umfangreichen Vorbereitungen im Filmhaus vollbracht. Der Verein eröffnete dank eines durchsetzungsfähigen Kerns von Filmbegeisterten mit dem „Lichtwerk“ seinen eigenen Kinosaal an der August-Bebel-Straße 94. Ohne Kapital, dafür aber mit eigenem Arbeitseinsatz und viel Enthusiasmus sorgten Gunda Urban, Raimond Goebel, Jürgen Hillmer, Richard Lutterbeck und Udo Penner für eine echte Überraschung in der Bielefelder Kinoszene.

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In einer Zeit, in der Lichtspielhäuser schließen mussten, wagten die fünf Lichtwerker einen Schritt, der für alle ins Reich der Medien führte und in gewisser Weise auch die Berufslaufbahn bestimmte. Zünftig wurde direkt mit einer Party eröffnet, die die Finanzierung der Startphase sichern sollte. Zur Eröffnung am 30. November 1985 zeigten die Lichtwerker Buster Keatons „Sherlock Jr.“ Das Publikum reagierte überrascht, als der Stummfilm zwar Zwischentexte auf ungarisch aufwies, diese allerdings lediglich holländisch untertitelt waren… Programmatisch widmeten sich die Lichtwerker der Filmgeschichte, dem Dokumentarfilm und der Avantgarde. Zu den 16mm-Projektoren kam bald ein 35mm-Projektor und auch Super-8 tauchte auf dem Spielplan auf.

Vorführkabine Lichtwerk 1989

Projektoren in der Vorführkabine 1989

Rasch eroberte sich das „Lichtwerk“ ein neugieriges Stammpublikum, so dass immer wieder kleinere Erstaufführungen möglich wurden. Nach zwei Jahren stellte das Team um Petra Wonsowitz und Martina Morre ein regelmäßiges Kinderkino auf die Beine, und mit dieser medienpädagogischen Einflussnahme war es dann auch nicht mehr weit zum ersten Kinderfilmfest. Innerhalb von fünf Jahren entwickelte sich das „Lichtwerk“ von einzelnen Wochenspieltagen zu einem regelmäßigen Vollzeitprogramm mit täglichen Vorstellungen. An den Wochenenden wurden bis zu vier Filmen gezeigt und das „Lichtwerk“ entwickelte sich stetig vom Retrokino zum Erstaufführungskino.

Massolle-Ausstellung im Lichtwerk Foyer 1989

Joseph Massolle-Ausstellung im Lichtwerk Foyer 1989

Schon bei der Gründung des Lichtwerks durch die fünf Filmhausmitglieder Jürgen Hillmer, Richard Lutterbeck, Gunda Urban, Udo Penner und Raimond Goebel stand die Finanzierung des Kinos auf wackeligen Beinen. Da die Instandsetzung und Umbauten der Räume zum Kinosaal mit Vorführkabine aus eigenen Mitteln ohne Förderung bewerkstelligt werden mussten und auch die Arbeit im Kinobetrieb ehrenamtlich erfolgte, erdachten sich die Filmenthusiasten kreative Lösungen zur Finanzierung der Betriebskosten.

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Zur Eröffnung wurde für wohltätige Zwecke eine Party gefeiert und schon bald wurden die ersten Lichtwerk-Pässe unter das Volk gebracht. Mit dem Pass konnte der Eintritt ermäßigt werden und rasch erkannten die „Heavy User“ die Vorteile dieses Dokuments. Anfangs öffneten die Lichtwerker nur an drei Tagen in der Woche das Kino und am Wochenende war spielfrei, da man sich auch privat vergnügen wollte. Doch schon bald war klar, dass der Bedarf an guten Filmen nicht allein durch die anderen Lichtspielhäuser zu decken war und das Lichtwerk stärker gebraucht wurde.

Spielte man anfangs fast ausschließlich Repertoire, filmgeschichtlich relevante oder zu Unrecht vergessene Werke oder Avantgardefilme, kamen rasch immer häufiger auch aktuelle Filme ins Programm, möglichst im Original mit Untertiteln. Über die Jahre mauserte sich das Lichtwerk für engagierte Filmverleiher auch zum Erstaufführungskino, da sich das Stammpublikum für Neues aus aller Welt offen und interessiert zeigte. Mehr Bilder zum Lichtwerk.