Kurzfilm-Wettbewerb

Am 27. November ist die Aufführung des 20. Bielefelder Film- und Videowettbewerbs.

Das Programm im Theaterlabor Bielefeld beginnt um 18 Uhr mit der OWL-Auswahl. Ab 20 Uhr sind die Filme der Jury-Auswahl zu sehen. In der Jury sitzen in diesem Jahr der Autor Sacha Brohm, die Produzentin Dorothea Mersmann und für den WDR Studioleiter Ralf Becker.

Das Thema des Wettbewerbs 2009 steht fest. Was hätte näher liegen können als das Angenehme mit dem noch Angenehmeren zu verbinden? Das Motto für unser 20jähriges Wettbewerbsjubiläum lautet „Gratuliere!“. Wir erwarten in diesem Jahr also Filme, die sich mit dem Thema „Feiern“ auseinandersetzen.

Zum Thema „Feiern“: Das Leben und der Tod – gefeiert wird beides. Bei einer Geburt knallen die Korken: der neue Erdenbürger wird mit Geschenken und guten Wünschen empfangen. Die Begräbnisfeier ist eine Würdigung der Verstorbenen; hier fließen bei der Rückschau auf das Leben Tränen der Trauer. Die Hochzeit macht zwei fremde Familien durch die Heirat des Ehepaars zu Verwandten.

Feiern Trailerdreh mit Brautpaar

Feiern Trailerdreh mit Brautpaar

Nach alter Sitte geschehen bei einer Feier Dinge, die wir mitunter nicht mehr verstehen: Porzellan wird zerdeppert, Ringe werden getauscht, die Dorfgemeinschaft errichtet den Maibaum, der Schützenkönig muss den Vogel abschießen, Osterfeuer brennen und die Feuerwehr löscht einmal im Jahr den Durst. Es wird viel gelacht und getanzt; vergessen ist der graue Alltag: wir tragen unsere Sonntagskleidung. Beim Fest der Liebe tauscht die Familie unter dem geschmückten Tannenbaum Geschenke aus. Oft kommt es dabei aber auch zum Eklat und das Fest wird zur emotionsgeladenen Abrechnung. Das neue Jahr wird mit den besten Vorsätzen und einem Freudenfeuerwerk begrüßt. Eine neue Zeit bricht an und weckt große Erwartungen. Auf einer Feier ist niemand gern allein. Daher sind zur rauschenden Party alle Freunde eingeladen. Für die gute Stimmung stehen Alkohol, Tabak und andere Mittel parat. Bei religiösen Feiern werden bisweilen mit Tänzen, Beschwörungen und Drogen rituell die Grenzen des Alltags überschritten. Den Staatsfeiertag begehen die Bürger in aller Steifheit; eine Blume im Knopfloch genügt Nach dem Betriebsfest gehen sich einige Kollegen aus dem Weg. Schickt uns Eure feierlichen Filme und macht unser 20. Festivaljubiläum zu einer spannenden und interessanten Angelegenheit!

Trailerdreh mit Tom Meyer

Trailerdreh mit Tom Meyer

Schon der Auftakt des Wettbewerbs machte deutlich: Peinliche Pannen lauern auch bei einer Bühnenveranstaltung und sei es nur eine empfindliche Rückkopplung in der Tonanlage. Doch der Rest des Abends verlief ohne weitere böse Überraschungen und endete mit großen Gefühlen bei den Preisträgern.

Auf dem Abendprogramm im voll besetzten Theaterlabor standen am 5.12.2008 insgesamt 51 kurze filmische Auseinandersetzungen mit dem Wettbewerbsthema „Scham“. Aus über 80 Einsendungen hatte die Jury nach einer Vorauswahl durch das Filmhaus die besten Beiträge zusammengestellt.
Ab 18 Uhr ging zuerst die OWL Auswahl mit 17 Filmen an den Start. Auch in diesem Jahr war ein hoher Anteil an Einsendungen aus der Region Ostwestfalen-Lippe zu verzeichnen. Ein Umstand, der die Veranstalter besonders freut, zeigt er doch, dass das Filmhaus Bielefeld die Filmemacher der Region mit seinen Wettbewerbsthemen erreicht und die kreativen Kräfte zur Produktion anzuregen vermag. Besonders erfreulich ist in diesem Zusammenhang, dass auch viele Schüler sich an diesem Thema versuchten. Leider stellte uns der enorme Andrang vor das Problem, nicht mehr alle Filme aus der Region zur Aufführung bringen zu können. Gegen 23.30 Uhr verkündete die Jury die Sieger. Die Jury, bestehend aus Alexandra Sonntag, (Malerin und Mitbetreiberin der Galerie 61), Thomas Thiel (Leiter des Kunstvereins/Museum am Waldhof), Michael Thamm (Leiter des Studio Bielefeld des WDR) zeichnete die folgenden Kurzfilme aus:

Kurzfilmwettbewerb Thema Scham

Kurzfilmwettbewerb Thema Scham

„Die Pickelsituation“ von Dennis Böddicker, Bielefeld erreichte den dritten Platz (250 €). Böddicker erarbeitet mit seinen Schülern aus der 7. Klasse eine Pubertätsgeschichte rund um einen peinlichen Pickel, die von den jungen Schauspielern äußerst souverän auch selbst gespielt wurde. Der zweite Preis (500,- €) wurde von Thomas Thiel an „Rot“ von Lynn Kossler verliehen. Kossler studiert an der Hochschule für Kunst und Medien in Köln und kontrastierte eine schambesetzte Kindheitserfahrung mit Bekenntnissen Erwachsener. Den Sieg in Form von 750 Euro und der Trophäe „Der kleine Plumpe“ trug „Entwichen“ von Claus Reiter davon. Der Kölner Filmemacher inszenierte Männer, die sich in Frauenkleidern vergnügen und dabei in eine peinliche Situation geraten. Der Sonderpreis des evangelischen Johanneswerks, einen all-inclusive Besuch im Berliner Filmmuseum, ging ebenfalls an „Rot“.

Bilderbeben 2008 Thema Scham

Bilderbeben 2008 Thema Scham: Die Sieger auf der Bühne

Der Förderpreis des Filmhauses wurde von Vorstandsmitglied Jochen Kopp verliehen und ging an „Hitman – Shame on You“. Die Parodie eines erfolgreichen Videospiels von Tobias Hilger überzeugte die Filmhaus-Jury durch die hohe technische Perfektion. Der Preisträger hat nun die Möglichkeit, für 5 Drehtage auf das komplette Equipment des Filmhauses zurückgreifen zu können. Wieder einmal als heimlicher Höhepunkt des Abends gestaltete sich die Verkündung des Publikumspreises. Die Entscheidung der Jury wurde insofern bestätigt, dass sich „Die Pickelsituation“ auch als Publikumsfavorit durchsetzen konnte. Böddicker und seine Schülergruppe nahmen das mit Geldspenden prall gefüllte Bambi mit großem Jubel entgegen.

Bei der Aufführung des 17. Wettbewerbs am 2.12.2006 in Bielefeld wurden folgende Filme prämiert:

1. Preis (750,– € und Trophäe „Der kleine Plumpe“): „Occupied“ von Christian Filek, Wien
2. Preis (500,– €) „Der Sprung ins Leere“ Tolga Yilmaz et al., Bielefeld
3. Preis (250,– €) „Nach Neun kommt Zehn“ Jörn Möllenkamp, Kassel
Publikumspreis “Straßenkreuzer” Jörg Schwarze, Lübeck
Sonderpreis des Ev. Johanneswerks „Straßenkreuzer“ Jörg Schwarze, Lübeck

Schon der Wettbewerbstrailer machte deutlich: Das Risiko lauert überall, selbst bei allergrößter Vorsicht und bei Beachtung aller Schutzmaßnahmen ist niemand vor bösen Überraschungen gefeit. Man durfte gespannt sein, auf welche Weise sich die Teilnehmer am 17. Film- und Videowettbewerb dem Thema genähert hatten. Auf dem Abendprogramm am 2.12.2006 standen insgesamt 37 kurze filmische Auseinandersetzungen mit dem brisanten Wettbewerbsthema. Aus 70 Einsendungen hatte die Jury nach einer Vorauswahl durch das Filmhaus die besten Beiträge zusammengestellt. Ab 18 Uhr ging zuerst die OWL Auswahl mit 17 Filmen an den Start. Auch in diesem Jahr war ein hoher Anteil an Einsendungen aus der Region Ostwestfalen-Lippe zu verzeichnen. Ein Umstand, der die Veranstalter besonders freut, denn dieser Umstand zeigt, dass das Filmhaus Bielefeld die Filmemacher der Region mit seinen Wettbewerbsthemen erreicht und die kreativen Kräfte zur Produktion anzuregen vermag. Besonders erfreulich ist in diesem Zusammenhang, dass auch viele Schüler sich an diesem Thema versuchten. Leider stellte uns der enorme Andrang vor das Problem, nicht mehr alle Filme aus der Region zur Aufführung bringen zu können.

Gegen 23 Uhr verkündete die Jury die Sieger. Die Jury, bestehend aus Jana Duda (Grafik-Designerin, Videokünstlerin, Musikerin), Olga Elena Ost (Theaterregisseurin, Filmemacherin) und Christina Nagel (WDR Studio Bielefeld) zeichnete die folgenden Kurzfilme aus:

„Nach Neun kommt Zehn“ von Jörn Möllenkamp erreichte den dritten Platz (250 €). Möllenkamp inszeniert auf subtile Weise die Spannungen eines jungen Paares in der frisch bezogenen Wohnung. Der Film ist subtil inszeniert, verzichtet zwar auf Dialoge, nicht aber auf eine aussagestarke Tonspur.

Der zweite Preis (500,- €) wurde von Olga Elena Ost an die Gruppe um Tolga Yilmaz für „Der Sprung ins Leere“ verliehen. Ein Animationsfilm über die waghalsigen Abenteuer eines Tropfens, der an der Universität Bielefeld entstanden war.

Den Sieg in Form von 750 Euro und der Trophäe „Der kleine Plumpe“ trug „Occupied“ von Christian Filek davon. Der Wiener Filmemacher führt die Zuschauer mit seinem in einem Flugzeug spielenden Film auf eine falsche Fährte, indem er suggeriert, seine Protagonistin bereite einen Terroranschlag vor. Auch in diesem Film verzichtet die Regie auf Dialoge und verlässt sich auf die Bildinszenierung.

Bilderbeben Flyer Risiko 2006

Bilderbeben Flyer Risiko 2006

Der Sonderpreis des Evangelischen Johanneswerks, einen all-inclusive Besuch im Berliner Filmmuseum, ging an „Straßenkreuzer“, einen „Tierfilm“ aus Lübeck. Jörg Schwarze beobachtet ein Schneckenpaar beim Rendezvous mitten auf einer Landstraße. Der mit viel Suspense und Charme gemachte Film überzeugt auch das Publikum und errang die meisten Stimmen bei der Abstimmung zum Publikumspreis. Schwarze nahm das mit Geldspenden prall gefüllte Bambi sichtlich bewegt entgegen.

Am Montag, 4.12.2006 berichtete der WDR in seinem Lokalfenster Ostwestfalen-Lippe über den Wettbewerb und strahlte den Beitrag „Der Sprung ins Leere“ aus.

Der Trailer zum 17. Bielefelder Film- und Videowettbewerb „RISIKO“ läuft im WDR Fernsehen (OWL).

Die Filmhaus-Mitglieder Tom Meyer, Henning Poltrock, Alex Böke und unsere Praktikantinnen Anna Dietrich und Jana Mönnekes haben ein sehr „risikobehafteten“ Ankündigungsfilm produziert. Als Schauspieler konnte Michael Juling verpflichtet werden (bekannt aus der „Insel“ – einer der Preisträgerfilme des letzten Jahres). Der Film wurde auf unserem AVID-Schnittplatz realisiert.

Gut gelaunt und ganz und gar nicht rebellisch war das Publikum bei der Aufführung des Wettbewerbs am 4.12.2005 aufgelegt.

Leider waren die Veranstalter gezwungen auf den ungewohnten Sonntag als Termin auszuweichen, denn das Theaterlabor ist in diesem Jahr durch die städtischen Bühnen stark belegt. Dementsprechend waren leider Teilnehmer aus dem schulischen Bereich eher spärlich vertreten. Dennoch war das Haus auch in diesem Jahr nahezu ausverkauft.

Aus über 120 Einsendungen hatte die Jury nach einer Vorauswahl durch das Filmhaus ein Programm von 23 Filmen zusammengestellt. Ab 18 Uhr ging zuerst die OWL Auswahl mit 16 Filmen an den Start. Gleich zu Beginn war der witzige Trailer von Christine Gensheimer und Dagmar Weiß zu sehen; der Trailer rief zur Teilnahme auf und war im Vorfeld im Lichtwerk und im WDR Regionalprogramm zu sehen gewesen. Besonders erfreulich war der hohe Anteil an Einsendungen aus der Region Ostwestfalen-Lippe. Zeigt doch dieser Umstand, dass das Filmhaus Bielefeld die Filmemacher der Region mit seinen Wettbewerbsthemen erreicht und die kreativen Kräfte zur Produktion anzuregen vermag. Andererseits stellte uns der enorme Andrang vor das traurige Problem, nicht mehr alle Filme aus der Region zur Aufführung bringen zu können.

Gegen 23 Uhr verkündete die Jury die Sieger. Die Jury, bestehend aus Rena Tangens (Foebud, Big Brother Award), Volker Backes (Zirkeltraining, Sitzen 73) und Michael Thamm (WDR Studioleiter Bielefeld) zeichnete die Jury folgenden Kurzfilme aus:

„Media“ von Daniel Brandau erreichte den dritten Platz (250 €) Brandau ließ die Figuren von bekannten Computerspielen aus der Reihe tanzen und animierte sie zu einer Rebellion. Den zweiten Platz vergab die Jury gleich doppelt; der WDR in Person von Michael Thamm erhöhte das Preisgeld spontan um weitere 500 Euro. Henrik Frankenfeld erzielte mit seinem Erstling „Verkehrsspäterziehung“ gleich einen Volltreffer (500 €). Ebenfalls auf Platz zwei landete die Gruppe um Melanie Maltese und Carsten Benger mit ihrem Film „Die Insel“: In einer Situation an einer Verkehrsampel werden Themen wie Charisma, Gruppenzwang und Rebellion durchgespielt,. Der Film ist sehr reduziert inszeniert und wird von dem tollen, sehr lakonisch agierenden Schauspielerensemble getragen. Den Sieg in Form von 750 Euro und der Trophäe „Der kleine Plumpe“ trug „Gegenstände“ von Jens Kupsch und Sebastian Müller davon. Ein sehr ruhiger, schön fotografierter Film mit Kindern als Protagonisten: wir erfahren, mit welchen Augen Kinder ihre Umwelt wahrnehmen können und welches Phantasiepotential hier schlummert.Der Sonderpreis des evangelischen Johanneswerks, einen all-inclusive Besuch im Berliner Filmmuseum, ging ebenfalls an „Verkehrsspäterziehung“; ein rabiater Film, in dem ein ignoranter Falschparker auf drastische Weise zur Rechenschaft gezogen wird.
Als Höhepunkt der Veranstaltung wurde der begehrte Publikumspreis, eine Bambifigur prall mit Geldspenden gefüllt, vergeben. Mit weitem Stimmenvorsprung konnte sich „Die Insel“ auch diese Auszeichnung sichern.

Rebellion Flyer 2005

Rebellion Flyer 2005

Erstmalig und sehr gekonnt wurde der Abend von der Fernsehjournalistin Andrea Marten moderiert, der wir für ihr Engagement zu großem Dank verpflichtet sind. Weiterhin gilt unser Dank natürlich auch der Filmstiftung NRW, die unseren Wettbewerb finanziell unterstützt und dem WDR, der wieder für das Preisgeld verantwortlich zeichnete. Für den reibungslosen Ablauf bei Technik und Service danken wir recht herzlich dem hellwachen und professionellen Filmhaus-Team: Jörg Erber, Shpresa Faqi, Matthias Goßmann, Ronald Herzog, Jann van Husen, Bastian Müller-Hennig, Henning Poltrock, André Seeba, Dorothee von Trotha und Thomas Wozny. Allen Teilnehmern aus OWL möchten wir an dieser Stelle die Modalitäten für die OWL-Auswahl genauer erklären: Soweit es der zeitliche Rahmen zulässt, zeigen wir alle Beitrage aus OWL, die es nicht in die Jury-Auswahl geschafft haben, in der OWL-Auswahl. Die Länge des Programms beträgt ca. 80 Minuten; bei der Menge des eingegangenen Materials bedeutet das ganz schlicht, dass nicht alle Beiträge in der Owl-Schiene gezeigt werden können. Bei der Auswahl der gezeigten Beiträge lag die Bewertung der Jury zugrunde; d.h. die am besten bewerteten Beiträge aus OWL sind ins Programm gekommen.

Für die vielen Besucher im Theaterlabor wird dieser Abend eine Art filmische Phantasiereise geworden sein: vor über 350 Gästen kamen am 26.11.2004 im Bielefelder Theaterlabor über 40 Filme zur Aufführung. Insgesamt waren rekordverdächtige 133 Beiträge ans Filmhaus geschickt worden (das entspricht fast sieben Stunden Filmmaterial).

Besonders erfreulich war auch der hohe Anteil an Einsendungen aus der Region Ostwestfalen-Lippe. Zeigt doch dieser Umstand, dass das Filmhaus Bielefeld die Filmemacher der Region mit seinen Wettbewerbsthemen erreicht und die kreativen Kräfte zur Produktion anzuregen vermag. Andererseits stellte uns der enorme Andrang vor das traurige Problem, nicht mehr alle Filme aus der Region zur Aufführung bringen zu können. Erst gegen Mitternacht verkündete die Jury die Sieger.

Bilderbeben Jury im Filmhaus 2004

Helmut Dessecker und Ulrike Posch (beide Jury Ev. Johanneswerk), Anke Groenewold, Emanuel Raab, Michael Thamm (Filmhaus-Jury)

Die Jury, bestehend aus Anke Groenewold (Filmjournalistin), Emanuel Raab (Professor der FH Gestaltung Bielefeld) und Michael Thamm (Studioleiter WDR Bielefeld) zeichnete die folgenden Kurzfilme aus:

„Kontakt“ von der Gruppe Salzer Film um den Bielefelder Daniel Blazek errang mit einer realsozialistischen Science-Fiction-Satire den dritten Platz (250,- Euro). An die Berliner Animationsfilmer Goro Fujita, Moritz Bunk und Felix Graf und ihren Film „Kong & Bird“ ging der zweite Preis in Höhe von 500,- Euro.
Über den Hauptpreis (750,- Euro) herrschte bei der Jury große Einigkeit: der Hamburger Stephan Müller nimmt das Berliner Stadtbild zum Anlass, den Zuschauer mit „Berlin entdeckt“ auf eine witzige und überraschende Assoziationsreise durch die Welt der Zeichen und Piktogramme zu entführen. Ein Film, der mit Einfallsreichtum und kreativer Vielfalt in der technischen Ausführung die Themenvorgabe bestens erfüllte. Der Sonderpreis des evangelischen Johanneswerks, einen all-inclusive Besuch im Berliner Filmmuseum, ging an die Bielefelder Gruppe Fatal Film und ihr Rentner-Roadmovie „Lieselotte“.
Den begehrten Publikumspreis, eine Bambifigur prall mit Geldspenden gefüllt, ging mit knappem Vorsprung an Daniel Blazeks „Kontakt“. In der WDR-Lokalzeit wurde „Kontakt“ am Samstag, 27.11.2004, ausgestrahlt.

Broschüre zum 15. Kurzfilmwettbewerb

In diesem Jahr feiert das Bilderbeben ein Jubiläum mit einer eigenen Festschrift. Es ist ein Blick zurück auf 15 Wettbewerbe mit jeweils unterschiedlichen Themen. Die Veranstalter bemühen sich jedes Jahr, einen filmischen Aspekt zur Aufgabe zu machen, der auch über soziale oder politische Implikationen verfügt. Es soll bei den teilnehmenden Filmen nicht nur um gute Unterhaltung gehen; das Publikum soll auch provoziert und zur Diskussion herausgefordert werden.

Über all die Jahre ist der Wettbewerb so manchen Veränderungen unterzogen worden. Wir haben diverse Ortswechsel vornehmen müssen, bis die richtige Größenordnung gefunden war. Die Leinwand wurde immer größer und die Wiedergabe der Bilder immer brillanter. Einem Aspekt sind wir aber immer treu geblieben: wir wollen die Filmszene der Region zusammenbringen und zur Teilnahme motivieren. Beim Bilderbeben können sich Filmer kennenlernen, fachsimpeln und Erfahrungen austauschen; Talente sollen sich vernetzen und Newcomer informieren sich über die Etablierten. Das Filmhaus möchte die Akteure vernetzen und zu Produktionsgruppen zusammenbringen, denn Film ist immer Teamwork! In unserer Jubiläumsschrift lassen wir die 15 Wettbewerbe noch einmal Revue passieren, nennen die Namen der Sieger und ihrer Filme und bedanken uns bei den Jurorinnen, die aus allen möglichen Fachrichtungen kommend die Liebe zum Film vereint. Und wir danken den diversen Förderinstitutionen, die dieses Projekt mit ihren finanziellen Zuwendungen erst ermöglicht haben!

Pause beim Bilderbeben

Pause beim Bilderbeben vor dem Lichtwerk

Mittlerweile erreichen uns Filme aus dem gesamten Bundesgebiet. Zum einen zeigt diese Entwicklung, welchen Bekanntheitsgrad unser Wettbewerb erreicht hat und wie attraktiv der Preis ist. Ganz besonders freut uns aber auf der anderen Seite, wie viele der Einsender alte Bekannte und Freunde sind. Für viele Teilnehmer gehört es schon zur Pflicht, jedes Jahr einen Film ins Rennen zu schicken, ehemalige Bielefelder schicken ihre Beiträge aus ihren Studien-/Arbeitsorten und halten dem Filmhaus die Treue.

Bilderbeben Plakatwand

Bilderbeben Plakatwand 1990

Großer Dank gebührt Michael Thamm, dem Studioleiter des WDR, der die Idee zu dieser Publikation hatte und auch noch das dazu nötige Geld aufgetrieben hat. Bis auf Layout und Druck war das Projekt ansonsten fast ein reiner Filmhaus-Job: Cornelia Böcker, Jörg Erber und Ronald Herzog haben die Recherche und Redaktion erledigt; es war schön, mit Siegern, Juroren und sonstigen Beteiligten wieder Kontakt zu haben und in Erinnerungen zu schwelgen. Wir hoffen, dass auch Euch das Schmökern und Blättern Freude bereitet – auf die nächsten 15 Wettbewerbe!

Bilderbeben 2003 Thema "Erinnerung"

Für die vielen Besucher im Theaterlabor wird dieser Abend zum „unvergesslichen Moment“ geworden sein: gute Filme und ein spannender Wettbewerb um die Hauptpreise prägten am 28.11.2003 die Atmosphäre im zum Kino umfunktionierten Theaterlabor. Über 350 Gäste hatten sich zur großen Show eingefunden.

Die besten Kurzfilme zum Thema „Erinnerung“ kamen an diesem Abend in einem über sechsstündigen Marathon zur Aufführung. Wir als Veranstalter waren zufrieden über die große Zahl von eingesandten Filmen. Insgesamt waren nahezu 100 Beiträge ans Filmhaus geschickt worden. Besonders erfreulich war auch der hohe Anteil an Einsendungen aus der Region Ostwestfalen-Lippe.

Erst nach Mitternacht wurden im ausverkauften Saal die Sieger verkündet. „Die Helden von Bern“, ein Remake des Fußball-WM Endspiels inszeniert mit Lego-Figuren, errang den dritten Platz, der mit 250,– Euro dotiert ist. Die Autoren sind Florian Plag, Ingo Steidl und Martin Seibert. An den Hamburger Stefan Hering und seinen Film „Der Bildermacher“ ging der zweite Preis in Höhe von 500,– Euro. Über den Hauptpreis (750,– Euro) herrschte bei der Jury große Einigkeit: der Bielefelder Trickfilmer Dino Serio portraitiert in „Und der Kamm, der hat Zähne“ die Schwierigkeiten eines verwirrten alten Mannes bei der Morgentoilette. Ein Film, der mit technischer Brillanz und Humor die Themenvorgabe bestens erfüllte. Die Jury des ev. Johanneswerks vergab ihren Preis, eine Reise nach Berlin zum Deutschen Filmmuseum, an den Bielefelder Filmemacher Daniel Brandau für seinen melancholischen Film „Das letzte Bild“.
Den begehrten Publikumspreis, eine Bambifigur prall mit Geldspenden gefüllt, ging mit großem Abstand ebenfalls an Dino Serios „Und der Kamm, der hat Zähne“.

Bilderbeben Erinnerung Flyer 2003

Bilderbeben Erinnerung Flyer 2003

Insgesamt überzeugte der Wettbewerb, bei dem vom absoluten Anfänger bis zum Filmstudenten alles vertreten war, durch die Vielfalt, mit der das Thema erschlossen wurde. Im Film „Tauro“ bewegt sich ein trickanimierter Stier durch die menschliche Kulturgeschichte von der Höhlenmalerei bis zu Picasso; in einigen anderen Filmen werden Kindheitserinnerungen mit Barbie-Puppen und Matchboxautos heraufbeschworen. Eindrucksvoll waren die durch den Schock geschredderten Erinnerungen eines Unfallopfers in „Fuck you, Kante“ von Katharina Ellerbrock und Tina Paschetag. Ebenfalls zwei Bielefelder Filmemacherinnen (Weiß/Gensheimer) animieren mit trockenem Humor und auf einfallsreich-charmante Weise in „Neulich in Berlin“ die Erinnerungsbruchstücke einer Party. Wir hoffen, dass der Wettbewerb allen Teilnehmern Spaß gemacht hat und auch im nächsten Jahr Lust besteht, wieder mitzumachen.

Die Jury: Dr. Cornelia Förster (Leiterin Historisches Museum), Wolfgang Ueding (Journalist und Drehbuchautor), Gerd Fünderich (WDR) Sonderpreis: Jury Ev. Johanneswerk e.V.: Ulrike Posch, Helmut Dessecker

Bilderbeben Sieger Thema Glauben 2002

Am Freitag, dem 19.11.2002 wurden die Gewinner des diesjährigen Film- und Videowettbewerbs gekürt. WDR und Filmhaus Bielefeld luden hierzu erstmalig ins Theaterlabor. In diesem Jahr waren bundesweit Beiträge unter dem Motto „Zeichen & Wunder“ Filme zum Thema „Glauben“ gefordert. Aus insgesamt 79 Einsendungen wählte die Jury, Sabine Voelker (Psychologin und Therapeutin), Thilo Gosejohann (Filmemacher) und Michael Thamm (WDR), drei Siegerbeiträge aus.

Den dritten Platz (dotiert mit 250,– €) belegte der Film „Jesus in Babylon“ von Markus Frohnhöfer aus Frankfurt/M. Der zweite Platz ging ebenfalls nach Frankfurt: Zora Hagedorn konnte sich mit „Fliegen Fliegen“ über 500,– € Prämie freuen. Der Hauptpreis, die Skulptur „Der kleine Plumpe“ (benannt nach dem in Bielefeld als F.W. Plumpe geborenen Regisseur Murnau) und 750,– € Preisgeld gingen an die Filmgruppe um Melanie Maltese, Jens Kupsch und Karsten Benger aus Bielefeld mit dem Beitrag „Scratch the Surface“.
Über 300 begeisterte Zuschauer sorgten darüber hinaus mit ihren Geldspenden für ein randvolles „Bambi“, eine Trophäe, die als Publikumspreis des Film- und Videowettbewerbs verliehen wird. Wie so oft in der 13jährigen Tradition der Veranstaltung ging dieser Preis ebenfalls an den Hauptpreisträger. Das Team von „Scratch the Surface“ hatte somit doppelten Grund zur Freude. Der Siegerfilm wurde bereits am 30.11.2002 im Lokalfenster OWL des WDR ausgestrahlt. Als Studiogast war Melanie Maltese zum Interview eingeladen.Der erstmalig vergebene Sonderpreis des Evangelischen Johanneswerks e.V. ging an den Film von Hendrik Kley „Glaubst Du wirklich“. Der Preisträger erhielt eine Bahnreise nach Berlin mit Übernachtung für zwei Personen und Besuch im Deutschen Filmmuseum.

Bilderbeben Flyer Glauben 2002

Bilderbeben Flyer Glauben 2002

In der OWL-Auswahl waren in diesem Jahr 20 Filme zu sehen. Da wir das OWL-Programm nicht noch einmal zu einem Mammut-Programm (wie im letzten Jahr) werden lassen wollten, haben wir uns entschlossen, auch in der OWL-Auswahl anhand der Jurybewertungen die Anzahl der Beiträge auf ein handhabbares Maß zu reduzieren. Das Team, das im Theaterlabor alles reibungslos über die Bühne brachte, bestand aus André Seeba, Henning Poltrock, Jörg Erber, Matthias Goßmann, Sascha Huch, Fabio Magnifico, Jann van Husen und Pia Heise. Vielen Dank Euch allen! Für die Mitwirkung am Wettbewerbs-Trailer bedankt das Filmhaus sich bei allen Beteiligten! Finanziell wurde der Wettbewerb unterstützt vom Filmbüro NW und WDR Bielefeld. Vielen Dank!